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Sekaria
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, April 13, 2001 - 02:20 am: |
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Hallo Hanjo, >st es nicht eher die amerkanische Industrie, die >profitiert hat ? Schließlich wurde diese auch >aus requiriertem, ehemals jüdischem >Vermögen 'entschädigt'. Ganz richtig, auch die Amerikaner haben aus dem Leid der Shoah ihren Profit gezogen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann haben die Allierten damals auch auf Angriffe auf die Konzentrationslager verzichtet, weil ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen davon berührt waren. Aber genau das zeigt mir, daß Skrupellosigkeit nicht unbedingt eine deutsche Eigenschaft ist. Im übrigen haben auch die Russen es peinlich vermieden, den Teilnehmern des Warschauer Ghettoaufstandes zu Hilfe zu kommen. Das zeigt es doch: es geht in der Politik hauptsächlich um wirtschaftliche und territoriale Eigeninteressen, nicht um Moral oder Ethik. Und was die Auflösung der IG Farben angeht, genau dieses Beispiel zeigt die Scheinheiligkeit der deutschen Politik zur Adenauerzeit und auch in konsequenter historischer Tradition. Wenn es der deutschen Politik wirklich um die Auflösung der Firma gegangen wäre, dann würde sie heute nicht mehr existieren. Es ging aber nicht um die Auflösung der IG Farben sondern um die stillschweigende Fortsetzung unter trickreicher Umgehung des Völkerrechts aus national-egoistischen Motiven. Daran hatten vor allem die alten Nazis ihren Anteil daran, die ihre Vergangenheit lediglich als eine Art *Ausrutscher* sehen wollten, die doch *nicht so schlimm sein konnte*. Der Neubeginn Deutschlands versuchte vor allem, die Vergangenheit unter den Teppich zu kehren. Das Resultat ist heute eindeutig sichtbar: ein Vefassungsschützer äußerte sehr klar und deutlich, daß Rechtsextremismus unter der deutschen Jugend zunehmend als *schick* gilt und unreflektiert adaptiert wird. Das ist Anlaß zu größter Besorgnis, weil auf diese Weise Konflikte und alte Vorurteile propagiert und gesellschaftsfähig gemacht werden (sollen). Aus meiner mystischen Sichtweise ist dies wiederum ein Beispiel, wie auch in Deutschland konservative und rechte Kräfte die alten Polaritätsspielchen weiter zu spielen versuchen. Und genau dem muß man einen Riegel vorschieben, dieser Neuauflage dieser Handlungweisen der 30er und 40er-Jahren Einhalt gebieten! Shalom, Sekaria |
   
Sekaria
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, April 13, 2001 - 02:40 am: |
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Hallo Dimitroff, Sie schreiben: "Ich würde den amerikanisch-jüdischen Verbänden sogar den doppelten "Profit aus dem Holocaust" (Originalzitat Sekaria) gönnen, wenn die Entschädigungsumme 50 Millarden betragen würde (und sich damit immer noch eher am unteren Ende befände, natürlich ohne "Rechtsfrieden".) In Wahrheit hat die Deutsche Großindustrie vom Holocaust profitiert." Sicher, die deutsche Großindustrie hat von der Shoah profitiert. Das ist richtig. Und genau deshalb soll auch die Großindustrie zahlen, nicht aber die deutschen Steuerzahler, von denen die meisten gar keine Schuld an der Shoah haben. Einen *Rechtsfriden* kann es auch nicht geben, genauso wie einen *Schlußstrich*, solange noch die Opfer der Shoah unter uns leben. Entscheidend ist aber die Frage, ob und inwiefern die Entschädigungen die Opfer auch erreichen. Genau da setzt aber Finkelsteins Kritik zu Recht an, denn es kann nicht angehen, daß sich einige wenige bereichern und die Opfer leer ausgehen. Es kann aber auch nicht sein, daß aufgrund deutscher Verzögerungstaktik Entschädigungen deshalb nicht gezahlt werden, um sozusagen durch den Tod der Opfer zu sparen. Das ist einfach Zynismus der übelsten Sorte. Ich denke, daß ein ehrlicher Dialog notwendig ist, um klar zu machen, daß sich niemand um die Entschädigung der Opfer herum drücken kann und diese in einer Weise gezahlt werden muß, so daß die Opfer noch die Entschädigungsleistungen nutzen können. Mich erinnert die deutsche Haltung an sehr kleinkrämerische Verhaltensweisen, die bewußt inszeniert werden, um die Entschädigungssumme auf infame Weise zu reduzieren. Gruß, Sekaria |
   
Berndb
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, April 13, 2001 - 12:36 pm: |
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Aus den Zwangsarbeiter hat sowohl die Industrie als auch viele Privathaushalte und Bauern Profit geschlagagen. Daher ist es richtig, daß einzelne Industrieunternehmen als auch der Staat Entschädigungen zahlen. Selbst wenn man nur den entgangenen Lohn berücksichtigt, und nicht ein Schmerzensgeld, sowie die fälligen Zinsen, so würde es jeden vernünftigen finanziellen Rahmen sprengen. Daher ist es nicht mehr als Recht und Billig, wenn die beteiligten Unternehmen und auch der Staat einen erheblichen Teil bezahlen würden. Da es sich nur um entgangenen Lohn und nicht um irgendwelchen Strafen handelt, ist es auch die Schuldfrage unerheblich, oder ob der Zwangsarbeiter noch lebt. Jedes größere Unternehmen könnte den geforderten Gesamtbetrag locker alleine übernehmen, ohne Schaden zu nehmen. Daher finde ich, daß dieser Betrag viel zu gering bemessen ist. Was zur Zeit abgeht ist einfach nur beschämend und sonst gar nichts. Meiner Meinung nach sollte der Staat sofort ein Gesetz beschließen wonach die Industrie ca. zehn Milliarden Euro abführen müßte und ihr dafür fünf Jahre Zeit geben, bis dahin sollte der Staat das Geld vorschießen, damit die Zwangsarbeiter noch was davon haben. Dieser Betrag mag sich zwar viel anhören, aber deckt einerseits bei weitem nicht die Schulden ab, die nach einem Rechtsstaatlichen Verfahren auf die Industrie zukommen würde und tut ihr andererseits auch nicht im geringsten weh. Bernd |
   
Sodiumchloride
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Saturday, April 14, 2001 - 03:44 am: |
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Hanjo, Sie sagen: War denn nicht nach dem Krieg alles gründlich zerstört und wurde der Rest demontiert ?? Ist es nicht eher die amerkanische Industrie, die profitiert hat ? Schließlich wurde diese auch aus requiriertem, ehemals jüdischem Vermögen 'entschädigt'. 1. Ich stehle Ihr Auto und pralle es zu Schrot gegen einer Mauer. Sag ich dann, was wollen Sie von mir, das Klumpert ist eh nichts mehr wert? 2. Weder Amerika oder ihre Industrie wurde von Deutschland oder Österreich, oder Japan, "entschädigt". Zum Gegenteil. Amerika schenkte diesen Länder Milliarden um wirtschaftlich wieder auf Füßen zu kommen. Hat man Ihnen in der Schule nichts über den Marshall Plan gelehrt? |
   
Hanjo
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Tuesday, April 17, 2001 - 11:19 am: |
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Sehr verehrter SOCL, >2. Weder Amerika oder ihre Industrie wurde von Deutschland oder Österreich, oder Japan, "entschädigt". Hat man denn Ihnen nix in der Schule beigebracht ?? Die US-firmen haben sich selbst entschädigt. Nie von Demantage gehört ?? Und nix wurde geschenkt. Alles mit Zinsen zurückzuzahlen. Aber träumen Sie ruhig weiter.... H.-J. Grüßner |
   
Mojobennie
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Wednesday, July 11, 2001 - 01:00 pm: |
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Hanjo, Sie schreiben: Die US-firmen haben sich selbst entschädigt. Nie von Demantage gehört ?? Und nix wurde geschenkt. Alles mit Zinsen zurückzuzahlen. Aber träumen Sie ruhig weiter.... H.-J. Grüßner Dazu möchte ich Ihnen sagen: Wenn der Marshallplan nicht verwirklicht worden wäre, dann könnten wir nicht am Computer sitzen und uns über diesen streiten. Dann säßen Sie jetzt auf einem Kutschbock und würden Ihren Acker pflügen. Aber träumen Sie ruhig weiter! MfG Mojo |
   
Hanjo
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Wednesday, July 11, 2001 - 05:05 pm: |
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Und ?? Wurde der Marshallplan von amerikanischen _Firmen_ initiiert und bezahlt ? Oder doch vom amerkanischen Volk ?? _Das_ ist für mich der große Unterschied. Und wer lesen kann, hätte das auch verstehn können. Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Gruß Hanjo |
   
Mojobennie
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Wednesday, July 11, 2001 - 05:22 pm: |
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>Und ?? >Wurde der Marshallplan von amerikanischen >_Firmen_ >initiiert und bezahlt ? >Oder doch vom amerkanischen Volk ?? >_Das_ ist für mich der große Unterschied. >Und wer lesen kann, hätte das auch verstehn >können. >Tja, wer lesen kann, ist klar im Vorteil. >Gruß >Hanjo >Hat man denn Ihnen nix in der Schule >beigebracht ?? Kein Grund gegen andere ausfallend und persönlich beleidigend zu werden. Nein ich weiß es nicht wer den Marschallplan "bezahlt" hat und ob Deutschland das Geld zurückzahlen musste. Klären Sie mich bitte auf. Sie scheinen ja ein profundes geschichtliches Wissen Ihr Eigen zu nennen. |
   
Sekaria
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, July 12, 2001 - 01:06 am: |
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Hallo, der Marshallplan diente vor allem strategischen Interessen. Mit dem Beginn des Kalten Krieges erinnerten sich die Amerikaner daran, dass die Deutschen ganz nützliche Hilfstruppen gegen die zu Gegnern mutierten alliierten Russen des 2. Weltkriegs sein könnten. Allein das war Motivation, über die Kriegsverbrechen der Nazi-Zeit hinweg zu sehen und aus dem ehemaligen Feind einen Verbündeten zu machen. Ausserdem brauchte man Deutschland und Europa als künftigen Markt für amerikanische Produkte. Also tun wir doch bitte nicht so, als wäre der Marshall-Plan rein selbstlos initiiert worden. Bis heute ist der ERP ein wirtschaftliches Förderungsprogramm, der auch die Firmen unterstützt hat, die sich heute weigern, Entschädigungen an die Zwangsarbeiter des NS-Regimes zu zahlen. Tut mir leid, aber bei solcher Heuchelei der deutschen und amerikanischen Industrie wird mir einfach nur schlecht. Ist eigentlich die IG-Farben, die aufgrund ihrer engen Verbindung zur NS-Sklavenindustrie längst nicht mehr existent sein dürfte, Mitglied des Entschädigungsfonds? Eine Firma, die längst hätte liquidiert werden müssen, sollte in diesem Fond eigentlich an erster Stelle stehen. Stattdessen zahlt der deutsche Steuerzahler die Hälfte der Entschädigungssumme und die Rechtsnachfolger der Nazi-Industrie bleiben ungeschoren. Das finde ich wirklich ungerecht. Gruss, Sekaria |
   
Mojobennie
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, July 12, 2001 - 08:40 am: |
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Sekaria hat geschrieben: >Stattdessen zahlt der deutsche Steuerzahler die >Hälfte der Entschädigungssumme und die >Rechtsnachfolger der Nazi-Industrie bleiben >ungeschoren. Das finde ich wirklich ungerecht. >Gruss, Sekaria Können Sie das auch belegen, dass der "deutsche Steuerzahler" die Hälfte der Entschädigungssumme bezahlt? MfG Bennie the Mojo |
   
Mojobennie
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, July 12, 2001 - 08:46 am: |
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Sekaria hat geschrieben: >Allein das war Motivation, über die >Kriegsverbrechen der Nazi-Zeit hinweg zu sehen >und aus dem ehemaligen Feind einen Verbündeten >zu machen. Was wollen Sie damit sagen? Was ist ERP? |
   
Hanjo
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, July 12, 2001 - 09:25 am: |
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Moin Mojobennie, gut, ein wenig Nachhilfeunterricht. 1) Die Regierung hat die Hälfte der 10 Milliarden bereitgestellt. Die Regierung wird zu 100 % vom Steuerzahler getragen. Ergo: der deutsche (und auch der nichtdeutsche) Steuerzahler zahlt die Hälfte der Summe. 2) ERP ist das steuertechnische Kürzel für den Marshallplan. Der wurde ja danach vom heimischen Steuerzahler übernommen. Wenn Sie ein Existenzgründungsdarlehen haben wollen, beantragen Sie ERP-Mittel. HTH Hanjo |
   
Mojobennie
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, July 12, 2001 - 03:04 pm: |
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Aha, danke Hanjo (=Sekaria?) ERP-Mittel sind also Existenzgründerdarlehen. >Bis heute ist der ERP ein wirtschaftliches >Förderungsprogramm, der auch die Firmen >unterstützt hat, die sich heute weigern, >Entschädigungen an die Zwangsarbeiter des NS->Regimes zu zahlen. Warum sollen Firmen, die mit ERP-Mitteln gegründet wurden, Entschädigungen an die Zwangsarbeiter zahlen? Offensichtlich sind sie nach der Nazi-Zeit entstanden. >1) Die Regierung hat die Hälfte der 10 >Milliarden bereitgestellt. Die Regierung wird zu >100 % vom Steuerzahler getragen. Ergo: der >deutsche (und auch der nichtdeutsche) >Steuerzahler zahlt die Hälfte der Summe. Ich finde bei der Staatsverschuldung, die im Moment aktuell ist, sind 5 Milliarden ein Klacks. Und ich zahle gerne meinen Teil dieser 5 Milliarden. Dass die Regierung zu 100 % vom Steuerzahler getragen wird stimmt so nicht. Der Staat hat ja auch noch andere Einnahmen als die Steuern. |
   
Thomas
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, July 12, 2001 - 03:27 pm: |
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Und es kommt noch besser: Die Firmen können ihre 5 Milliarden von der Steuer absetzen, so daß der Anteil des gemeinen Mannes an der Entschädigungssumme noch weitaus größer ist als 50%... Unabhängig davon, ob ich oder wer auch immer das Ganze gern oder ungern zahlen würde, ob es ein Klacks ist angesichts der sonstigen öffentlichen Verschuldung - es ist ein Skandal, daß die Verursacher-Firmen letztlich ungeschoren bleiben! |
   
Hanjo
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, July 12, 2001 - 07:58 pm: |
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>danke Hanjo (=Sekaria?) Moin auch, nein, ich habe keine doppelten Identitäten und führe keine Selbstgespräche. Nirgends im Net. |
   
Ishtar
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, July 13, 2001 - 05:52 pm: |
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...der stets das Böse will und stets das Gute schafft...?! liebe leut hier im thread! worum geht's euch denn eigentlich? ich dachte, um die entschädigung der während des zweiten weltkrieges im iii. reich beschäftigten zwangsarbeiter! wer waren die nutzniesser? - die deutsche wirtschaft - also die gesamte volksgemeinschaft. wer hat beschäftigt? - die industrie, die behörden, die kirchen, deren institutionen, der mittelstand, das handwerk, die gewerbetreibenden, die bauern ebenso wie private - also alle. was hat die bundesrepublik in rechtsnachfolge des iii. reiches an leistungen erbracht? - reparationen, d.h. entschädigungen von verlusten materieller art, die durch das deutsche volk verursacht wurde, - durch die übereignung von exploitations- und produktionsmitteln, von vermögenswerten, in manchen teilen deutschlands durch durch enteignung von grund und boden etc.; - durch reparationszahlungen an die geschädigten staaten, genannt: allierte siegermächte; - durch zusätzliche finanzielle wiedergutmachungszahlungen an die ehemaligen jüdischen insassen der arbeits- und vernichtungslager (kz's) und deren angehörige sowie - durch wiedergutmachungszahlungen an israel und an jüdische organisationen im rahmen des luxemburger abkommens. das nachkriegsdeutschland war aus eigenem verschulden zerstört, verarmt, ohne funktionierende infrastruktur, ohne bzw. mit nur dürftigen produktionsmitteln, der hälfte seines arbeitspotentials verlustig - ein großteil der wehrpflichtigen männer war in kriegsgefangenschaft, der andere teil war TOT - und ohne nahrungsmittelreserven für die nächsten winter. ausserdem überflutet mit millionen von deutschen flüchtlingen aus den ostgebieten. ohne marshall-plan wäre deutschland zu einem einzigen großen friedhof geworden, zu einer riesigen fläche von zerstörung, verrohung, unmenschlichkeit, krankheit und tod. die menschen wären ohne zusätzliche hilfe von aussen über die grenzen in die benachbarten länder geströmt - plündernde, marodierende banden von verrohten, verzweifelten, traumatisierten, verletzten, kranken und bis hin zum morden entschlossenen menschen. nicht die usa hat davon profitiert, sondern ganz europa - aber vor allem das deutsche volk unter der besetzung durch die westlichen alliierten. die massiven finanziellen und materiellen hilfen werden durch die humane motivation eher geadelt, niemand hier in deutschland kann sich auf generationen hin der dankesschuld an die us-amerikanischen unterstützer entziehen. was nun die gegenwärtig verhandelten und diskutierten entschädigungszahlungen an die ehemaligen zwangsarbeiter angeht, so erachte ich es für selbstverständlich, dass in anbetracht der oben beschriebenen hilfestellungen, das gesamte deutsche volk sich an diesen zahlungen beteiligt in nutz-nachfolge der kriegsführenden generation. das gilt auch für die nach den erp-zahlungen gegründeten unternehmen. zu beanstanden ist einzig und allein die krämerhafte, pfennigfuchserische scrogge'sche haltung der bundesdeutschen banken, versicherungen und industrieunternehmen generell (respekt den ausnahmen). dass in diesem gar nicht soo riesigen geld-pool viele unbefugt und gierig fischen möchten, ist verwerflich, aber nicht unbedingt spezifisch amerikanisch oder jüdisch oder deutsch. sprecht der gerechten sache das wort, solidarisiert euch mit den noch lebenden opfern und verwendet eure energie dazu, diejenigen firmen, die immer noch die entschädigungszahlungen boykottieren, öffentlich anzuprangern, anstatt euch hier kleinliche spiegelfechtereien zu liefern shalom Ildi |
   
Sekaria
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Saturday, September 29, 2001 - 01:39 am: |
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Hi Leute, >Aha, danke Hanjo (=Sekaria?) >ERP-Mittel sind also Existenzgründerdarlehen. Ich schau nach einiger Zeit mal wieder vorbei und lach mich tot. Nein Hanjo hat mit mir wirklich nichts zu tun, obwohl ich mich über die Zustimmung natürlich freue (obwohl das wieder so ein typisches Beispiel für die aggressive Gangart in diesen Foren ist). Aber ERP steht für *European Recovery Plan* und ist der offizielle Ausdruck für den *Marshall-Plan*, der heute noch Kredite für Existenzgründer vergibt, den Amerikanern sei Dank! Ansonsten kann ich Ishtar nur zustimmen! Ein wahres Wort. Nur wie wäre es denn mit einer Unterstützung des Friedens im Nahen und Mittleren Osten? Eine gewisse Geste der Versöhnlichkeit im zelotischen Eifer für die Positionen Israels in diesen Foren? Solange es Fanatiker gibt wird es auch Kriege geben und niemand wird in Frieden leben können, solange sich Menschen von Fanatikern zu negativen Handlungen provozieren lassen. Ich habe inzwischen in den Usenet-Foren die Erfahrung machen können, dass es Israelis wie auch Araber gibt, die sich wirklich versöhnen wollen. Beide Seiten, religiös motiviert, sind in der Lage zu verstehen, dass ihre Konflikte auf Irrtümern und Verblendung beruhen. Genauso gibt es viele Juden, Israelis, Araber und Deutsche, die sich Versöhnung wünschen. Das ist nur gut so! Die Entschädigungen sind ein wichtiger Meilenstein hierzu, wie auch Hilfen für Länder, die vom Krieg zerstört wurden. Der ERP gehört dazu und verpflichtet uns Deutsche auch dazu, unseren Beitrag dazu zu leisten, humanitäre Katastrophen zu lindern oder zu verhindern. Es kann nicht angehen aus Geiz oder Ignoranz sich dem Leiden anderer Völker zu verschließen, einschliesslich der Palästinenser, die unter dem Irrsinn ihrer Extremisten und Terroristen (wie Hamas oder Hizbollah) leiden müssen, die selbst die Kinder zum Hass erziehen und Religion mißbrauchen, um ihre politischen Ziele zu verfolgen. Gerade um den Mißbrauch der Religion zieht sich ein langer, blutiger Faden durch die Geschichte und es ist Zeit, diesen blutigen Faden zu beenden. Dazu gehört der Täter-Opfer-Ausgleich auf allen Ebenen! Das bezieht sich auf die materielle und geistige Ebene. Wenn nicht gerade Hilfsgelder zweckentfremdet verwendet werden, wie in einem Skandal in Israel offenbar wurde (Finkelstein hat also gar nicht so unrecht), dann sind diese Mittel ein absolut notwendiges Instrument um - wenn auch spät - das Leiden der Opfer zu mindern. In diesem Gedankengang ist nicht berücksichtigt, dass die Leiden der Shoah oder der Zwangsarbeiter gar nicht materiell entschädigt werden können. Das wäre ein Diskussionspunkt, der in einem eigenen Thread diskutiert werden müsste, denn darin steckt die Frage, in wie weit man Leiden überhaupt materiell entschädigen kann. Aber Entschädigung ist zumindestens eine symbolische Geste, ein schwacher Versuch, zu zeigen, dass das Leiden als solches anerkannt wird. Und das ist doch schon ein wichtiger, wenn auch sicherlich nicht ausreichender Schritt. Gruss, Sekaria |
   
Sekaria
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Saturday, September 29, 2001 - 01:59 am: |
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Hallo Mojobennie, >Können Sie das auch belegen, dass der "deutsche >Steuerzahler" die Hälfte der Entschädigungssumme >bezahlt? Wenn Sie die Nachrichten verfolgt hätten, dann wüssten Sie, dass per Gesetz und internationaler Vereinbarungen genau dies Basis der Stiftung für die Entschädigungen ist. Der Industrie ist es wieder einmal gelungen, ihre Verantwortlichkeit für die Nazi-Verbrechen zu sozialisieren und somit auch einen großen Teil der deutschen Bevölkerung zu Schadenersatzforderungen heranzuziehen, der nichts mit den Verbrechen der Shoah zu tun hatte. Es wäre gerechter gewesen, die Teile der Industrie in voller Höhe zur Entschädigung heranzuziehen, die von der Zwangsarbeit in besonderer Weise profitiert haben. Dazu gehört insbesondere die IG Farben, die immer wieder einen mir völlig unverständlichen Schutz von staatlicher Seite geniesst. Volkswirtschftlich wäre es kein großer Verlust, diese ehemalige Nazi-Firma endgültig zu liquidieren und deren Mitarbeiter durch einen großzügigen Sozialplan für den Verlust ihres Arbeitsplatzes zu entschädigen. Nur scheinen einige Kreise in der BR Deutschland sehr daran interessiert zu sein, ausgerechnet diese Firmen am Leben zu erhalten. Das macht mich doch ein wenig stutzig. Warum? Die IG Farben ist technologisch in der letzen Zeit nicht in besonderer Weise in Erscheinung getreten. Sind es etwa Beteiligungen von einflußreichen Aktionären (mit Nazi-Vergangenheit), die hier ihr Interesse anmelden und sehr clever lobbyistisch vertreten? Wenn ja, dann wäre es an der Zeit, diese Verhältnisse aufzudecken und die Profite dieser Leute zu verhindern. Wer sind die Interessenten im Hintergrund? Das würde ich nur allzugerne wissen. Gruss, Sekaria |
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