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Franzxaver
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, May 18, 2001 - 07:31 pm: |
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Moin Hanjo, ist schon erschreckend, aber überraschen tut mich dass nicht. Wir brauchen nicht mit dem Finger auf die Österreicher zu zeigen, ich denke das bei uns die Ergebnisse ähnlich sind. Was dagegen tun? Maul aufmachen und wiedersprechen, Möglichkeiten gibt es genug. Franz-Xaver |
   
Schwarzmann
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Sunday, May 20, 2001 - 12:44 am: |
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wann ist jemand antisemit ? Sowohl in verschieden Foren, als auch in den politischen Wissenschaften gib es hier sehr verschiedene Definitionen. Mich würde eure Definition insteressieren ! |
   
Olavschroeer
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Sunday, May 20, 2001 - 09:02 am: |
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Sehr geehrter Herr Schwarzmann, lesen Sie doch mal das vorletzte Kapitel der 'Dialektik der Aufklaerung', Elemente des Antisemitismus, von Max Horkheimer / Theodor W. Adorno. Oder das von Michael Werz herausgegebene Buch 'Antisemitismus und Gesellschaft. Zur Diskussion um Auschwitz, Kulturindustrie und Gewalt', Frankfurt am Main: Verlag Neue Kritik, 1995. MfG, Olav Schroeer |
   
Schwarzmann
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Tuesday, May 22, 2001 - 04:57 pm: |
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Hallo Olav, danke für deine Buchtipp. Das Buch von Viktor Klemper ist überigends sehr interessant. Leider habe ich nicht so viel Zeit um dicke Bücher zu lesen. Hast Du auch Links zu Thema: Was ist ein Antisemit? |
   
Olavschroeer
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Tuesday, May 22, 2001 - 06:18 pm: |
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Sehr geehrter Herr Schwarzmann, so dick sind die von mir genannten Bücher nun wahrlich nicht. Die von Michael Werz herausgegebene Publikation 'Antisemitismus und Gesellschaft' mit Aufsätzen von Detlev Claussen, Moishe Postone, Zygmunt Baumann, Shmuel N. Eisenstadt, Helmut Rerinicke, Ulrich Sonnemann, Tim Darmstädter, Mosche Zuckermann und Michael Lerner hat läppische 173 Seiten. Von Detlev Claussen kann ich 'Grenzen der Aufklärung. Die gesellschaftliche Genese des modernen Antisemitismus' sehr (!) empfehlen. Das sind 265 Seiten. Aber FAST FOOD-SCHNELL-SCHLING-MANIEREN sollte man gegenüber dieser Thematik nicht an den Tag legen. In dem von Rolf Surmann herausgegebenen Buch 'Das Finkelstein-Alibi. >Holocaust-Industrie< und Taetergesellschaft' gibt es von Lars Rensmann einen sehr interessanten, rund zwanzigseitigen Beitrag: 'Entschädigungspolitik, Erinnerungsabwehr und Motive des sekundären Antisemitismus'. Lars Rensmann ist zeitweilig Autor bei jungle world. Suchen Sie doch einfach mal unter http://www.jungle-world.com nach entsprechenden Artikeln zum Antisemitismus. Und kaufen müssen Sie sich diese Bücher nun ja auch nicht. Starten Sie schnell eine Fernleihe in Ihrer Stadtbibliothek, falls besagter Titel nicht vorhanden ist. Zwei Wochen später erhalten Sie in der Regel die Publikation aus einer deutschen Universitätsbibliothek. MfG, Olav Schröer |
   
Bina
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, April 19, 2002 - 10:01 am: |
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Ein Auftritt von Dana International in Wien wurde abgesagt Der Auftritt der israelischen Sängerin Dana International wurde abgesagt, da sich die Vertreter der Stadtverwaltung weigerten, die Produktion der Veranstaltung fortzusetzen. Organisiert wurde der Auftritt von der Zweigstelle des Keren Kayemet in Wien im Rahmen der Feierlichkeiten anläßlich des hundertjährigen Bestehens der Einrichtung. Der Oberbürgermeister Wiens hatte seine Teilnahme zugesagt. Am Montag wurde die Sängerin über die Absage der Veranstaltung informiert und es hieß, die Organisatoren seien nicht bereit, mit einem brutalen Staat zusammenarbeiten, der gegen die Menschenrechte verstößt (Maariv) |
   
Baer
** Junior Username: Baer
Post Number: 235 Registered: 05-2002
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Saturday, August 10, 2002 - 11:53 pm: |
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Lücken einer Ausstellung Wiewohl der jüdische Bevölkerungsanteil Salzburgs nie mehr als ein Promille betragen hat, entstand hier ein radikal antisemitisches Klima. Angriffsziele waren im 20. Jahrhundert vor allem die Salzburger Festspiele, aber auch Juden, die auf Sommerfrische weilten. Eine jüngst angebrachte und wieder entfernte Tafel mit einem Zitat Theodor Herzls zeigt die Schwierigkeiten der Stadt im Umgang mit der jüdischen Geschichte." Gruss Baer
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Mm207
* New Member Username: Mm207
Post Number: 39 Registered: 09-2000
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Sunday, August 11, 2002 - 01:29 pm: |
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Hallo Baer, Du und Olav, Ihr habt beide - fast gleichzeitig und dankenswerterweise - auf diesen erschütternden Artikel hingewiesen. Seine Lektüre weckt in mir diese altbekannte Wut angesichts der grenzenlosen und offenbar unheilbaren Dummheit und reaktionären Verbohrtheit der Menschen über die Zeiten hinweg, seien sie Deutsche, Österreicher oder wer auch immer. Manche Regionen scheinen allerdings ein besonders fruchtbares Biotop für geistig-moralische Defizite der geschilderten Art und die totale Unfähigkeit, sie zu erkennen und sich selbstkritisch damit auseinanderzusetzen, abzugeben. Das idyllische Salzburger Land gehört zweifellos dazu. Lernen die Menschen denn nie dazu, gibt es keine Hoffnung auf geistig-seelische Reifungsprozesse, die Einsicht in und Korrektur von früheren Deformationen und Verirrungen bewirken könnten? Müssen wir uns damit abfinden, dass der "ewige Antisemit" wirklich ewig ist? Es ist zum Verzweifeln! Hervorheben möchte ich - gerade weil die Sache (hier: die "wohlanständigen Bürger" von Salzburg und Umgebung) derart deprimierend ist - einen der wenigen Lichtblicke: den Künstler Wolfram Kastner und seine "Schwere Sachbeschädigung" in Salzburg. Ein klarsichtiger, mutiger und unbeirrbarer Kämpfer gegen braune Sümpfe, dumpfe Ressentiments und Geschichtsverdrängung. Lesenswert ist auch seine Rede anlässlich der Demo gegen Antisemitismus und Antizionismus am 26. Juli in München. Solche mündigen Bürger braucht das Land! Beste Grüße Monika |
   
Baer
** Junior Username: Baer
Post Number: 245 Registered: 05-2002
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Sunday, August 11, 2002 - 05:18 pm: |
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Hallo Monika, Olav Schroeer und ich lesen teilweise die gleichen Zeitungen. Ab und zu, wenn wir nicht aufpassen, kommt es vor, dass ein Text dann zweimal im Forum steht. Sorry - auch an die Admin. Ja, die Ignoranz mancher Menschen kann Wut auslösen. Sie ist "atemberaubend". Sie kann aber auch Entschlossenheit und Ausdauer auslösen. Auch stimmt es wohl, es gibt Gegenden in Europa , welche "anfälliger" für "geistig-moralische Defizite sind. Die Übergänge sind ja fliessend. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an ein kleines Buch von Ingrid Strobl, Anna und das Anderle. Sie zeigt in ihrer Recherche wie man es anders machen kann. Auf einer Reise in ihre Heimat Tirol begibt sich die Buchhändlerin Anna auf die Suche nach ihren wurzeln und zugleich nach dem Antisemitismus, der den Boden, in dem diese Wurzeln steckten, vergiftet hat. In der Auseinandersetzung mit dem ihr fremd gewordenen Land stößt Anna auch auf die schwarzen Flecken ihrer eigenen Geschichte. Sie entdeckt, dass das, was sie an ihrer Heimat liebt, und das, was sie an ihr hasst, sehr nahe beieinander liegen. Dass die guten Geister in den altbekannten Sagen der Kindheit immer nur den Einheimischen helfen und die »Fremden« vertreiben. Dass der vertraute Dialekt auch die Sprache der Mörder ist, die in der Pogromnacht in Innsbruck drei Juden erschlugen. Hier in Tirol begegnet Anna der Ritualmordlegende über das »Anderle von Rinn« wieder, die sie als Kind tiefbeeindruckt hat, und lernt das Ausmaß des Tiroler Judenhasses kennen, der auch ihr in der Kindheit wie selbstverständlich beigebracht wurde. So gerät die Reise in die Heimat für Anna zu einer Konfrontation mit ihrem eigenen Antisemitismus, der sich als linker Antizionismus getarnt hatte, und zur Suche nach ihrer politischen Identität. Eine literarische Recherche, voller Engagement und Ehrlichkeit, nachdenklich und differenziert, realistisch und poetisch zugleich." (Klappentext) Für Deine Hinweise bzw. Links ein Dankeschön. Solche mündigen Bürger braucht das Land! Du hast recht. Beste Grüsse Baer PS Konntest Du mit dem Artikel über den SPIEGEL (Thread weiter oben) aus der Neuen Zürcher Zeitung (vom 11.08.2002), etwas anfangen?
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