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Fred

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Posted on Tuesday, October 16, 2001 - 03:40 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Vielen Dank für den erschienen Beitrag in den haGalil-Nachrichten.
Fürwahr, eine geradezu bizarre Allianz der extremistischen Rechten und Linken.
Dennoch erscheint mir die Überschrift: "Deutsche Einheitsfront?", wenn auch mit Fragezeichen versehen, reichlich übertrieben. Die Headline suggeriert einen politischen Stellenwert, der den deutschen Extremisten nicht zukommt.
Eine legitime Frage an die Friedensbewegten scheint mir allerdings zu sein, wie sie anläßlich ihrer Demos den politischen Trittbrettfahrern begegnen wollen?
http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/bewegung/organisationen13-10.html
Hier ist die Liste der Initiatoren für die Berliner Demo zum 13.August. Wer sie liest wird sehen, daß diese Menschen sicher nicht für Antisemitismus und Antiamerikanismus stehen. Dennoch werden ihre Veranstaltungen von Pamphleten einschlägigen Inhalts durch die Extremisten infiltriert werden. Eine hörbare Distanzierung täte Not. Klammheimliche Duldung angesichts eines scheinbar gemeinsamen Anliegens könnte fatale Folgen für die Ziele der Pazifisten haben. Sehr schnell wird die veröffentlichte Meinung sie in Zusammenhang mit eben Antisemitismus und Antiamerikanismus bringen, was
a) dem Anliegen der Friedensbewegung schadet, und
b) die Rechnung der politischen Extremisten aufgehen lässt, nämlich öffentlich über Gebühr wahrgenommen zu werden.
Ein in diesem Zusammenhang unwichtiges "Outing" meinerseits; ich stehe für eine unnachsichtige Ausschaltung der Terroristen.
Es grüßt -Fred-
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Schwarzmann

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Posted on Tuesday, October 16, 2001 - 08:37 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@Fred,
noch ein Outing :(
Antiamerikanismus und Antisemitismus, so so - kann es sein dass Du Anti-Islamismus vergessen hast - oder sind das für dich keine Menschen ?
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Fred

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Posted on Tuesday, October 16, 2001 - 09:10 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@Schwatzmann
Wissen Sie, wenn das Ihr Beitrag zu diesem Thema sein soll, hätten Sie einmal mehr lieber geschwiegen. Sie haben eine Fähigkeit sich als Kretin selbst zu enlarven, daß es schon Heiterkeit bei mir erzeugt.
Irgendwo beklagten Sie sich Heute darüber, weil Michel Friedman nicht auf Ihre e-mails antwortet. Ich kann ihn gut verstehen- er kann wirklich nicht jedem Schwätzer die Staatsanwaltschaft ins Haus schicken. Denn strafrechtsrelevant sind Ihre Elaborate über ihn schon.
Gar wenig lustig fand ich übrigens Ihre bodenlose Unterstellung in Richtung Israelis, ich zitiere:
"...Solange die Israelis sich freuen, wenn in Palästina Terror stattfindet, ist das keine richtige Einstellung..."
Für andere Leser dieses Forums nachzulesen im thread NYC.
Schwatzmann: nebbich, bei Ihnen ist Hopfen und Malz verloren!
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Schwarzmann

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Posted on Tuesday, October 16, 2001 - 10:13 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@fred
warum weichen Sie meiner Frage aus?
Friedmann: Was bitte ist unwahr an meinen Behauptungen über Ihn?
NYC-Unterstellung: Lesen Sie bitte den kompletten Beitrag IN ZUSAMMENHANG.

Fred Sie zeigen hier einmal mehr Ihre Intoleranz gegenüber "Anderstdenkenden" - aus welchen Gründen auch immer.
Wer solche Freunde hat ....

Im übrigen:
Im Gegensatz zu Ihnen rufe ich nicht zu Mord an "Anderstdenkenden" auf! Reden Sie also nicht von Straftrecht!
(siehe Thread Friedmann)
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IS

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Posted on Tuesday, October 16, 2001 - 08:15 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Fred,
die Intention meines Artikels war keinesfalls die politische Linke (auch nicht die radikale Linke) mit Rechtsextremen und Nazis gleichzusetzen. Solcherart Totalitarismustheorie ist nicht nur ahistorisch, sondern einer der Theoriebausteine von Geschichtsrevisionisten (zum Beispiel ernst Nolte). Meine Zielrichtung war die Schwäche in der Gesellschaftsanalyse von Teilen der Linken, welche das emanzipative Potential linker Positionen an einigen Punkten in Frage stellt.
Weiter wollte ich einen Blick auf eine spezielle Form von Antisemitismus zu werfen. Antisemitismus ist ein immer noch existierendes Problem der christlich sozialisierten deutschen Mehrheitsbevölkerung und findet sich entsprechend auch in der Friedensbewegung und der Linken wieder. Dafür das Bewusstsein immer wieder zu schärfen ist mein Anliegen.
Ob nun eine "unnachsichtige Ausschaltung der Terroristen" mit polizeilichen und militärischen die geeignete Form ist das Problem an der Wurzel zu packen wage ich zu bezweifeln. So werden bestenfalls Symptome bekämpft. Deutschland nutzt hierbei die Gunst der Stunde, um sich als geläuterte Großmacht zu präsentieren und, dass schon seit deutsche Truppen mal wieder auf dem Balkan stehen. Gerhard Schröder nutzt die Situation um einen Schlussstrich unter die mörderische deutsche Vergangenheit zu ziehen und Otto Schily treibt die innere Militarisierung Deutschlands voran. Und so ganz en passant werden Muslime rassistisch stigmatisiert. Deutschland macht sich auf den Weg seine gesellschaftlichen Probleme autoritär zu lösen; egal ob Rechtsextremismus, Terrorismus oder Migration: die Antworten der Politik sind selten geeignet die Demokratie zu stärken. Da braucht es auch bald keine bundesweite Schill-Partei mehr. Von daher sind emanzipative Antworten auf eine autoritäre Transformation der Demokratie nötig. Diese werden gewiss nicht von Rechts kommen.
IS
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Fred

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Posted on Wednesday, October 17, 2001 - 04:09 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo IS,
schade daß Ihr Artikel in den haGalil-Nachrichten nicht mehr wiederzufinden ist. Vielleicht liegt es an mir, mit der Suchfunktion nicht recht umgehen zu können.
Sei´s drum. Ihr Posting gibt genug Diskussionsstoff her, um eine kontroverse Diskussion zu führen.
Einig bin ich mit Ihnen, was die Unmöglichkeit der Gleichsetzung der Rechten mit einer immer wie gearteten Linken angeht. Der Kampf gegen Neonazis und Deutschtümelei, in welchem Gewande auch immer, ist wohl ein gemeinsames Anliegen.
Wobei allerdings die Frage offen bleibt, von welcher Linken sollen wir reden? Diejenigen, die für alternative Gesellschaftsentwürfe standen, sind in Regierungsverantwortung eingebunden und weitgehend neutralisiert. Ein Kanzlermachtwort(Richtlinienkompetenz) reicht schon aus, devote Bekundungen der Grünenspitze zu provozieren. Die können es also nicht sein. Innerhalb der SPD kann ich keine vernehmbare Linke entdecken.
Sehen wir uns die Friedensbewegung an. Ich erfahre wogegen sie sind, nicht, wofür sie stehen. Eine solch heterogene Gruppe wird schwerlich ein politisches Gegengewicht zu den Herrschenden darstellen können.
Die Post-SED, also die PDS, deren Basis Altkader und ehemalige NVA-Offiziere ist, hat mit Recht keine gesellschaftliche Relevanz.
Eine ernstzunehmende außerparlamentarische Opposition gibt es nicht mehr. Von welcher Linken sprechen Sie?-
Sie bezweifeln, ob die unnachsichtige Ausschaltung der internationalen Terroristen ein geignetes Mittel sei, das Problem an der Wurzel zu packen. Ich frage Sie welches Problem? Der in diesem und in anderen Ländern latent vorhandene Antisemitismus ist damit sicher nicht zu bekämpfen. Der Erhalt freiheitlich verfasster Demokratien steht zur Disposition. Zeigen Sie mir bitte Ihre Vorstellungen auf, wie dieser Pest zu begegnen sei? Vielleicht hilft der gestrige Mord an Zeev eine befriedigende Antwort zu finden.-
Was nun die deutsche Innen- und Außenpolitik angeht, so teile ich Ihre Bedenken weitgehend.
Ihre schöne Formulierung "Von daher sind emanzipative Antworten auf eine autoritäre Transformation der Demokratie nötig" möchte ich zugegeben sarkastisch wie folgt kommentieren:
warten wir die Zeit ab, bis Grüne und SPD auf den Oppositionsbänken sitzen und erheben diese Forderung gemeinsam aufs Neue.
-Fred-
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IS

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Posted on Thursday, October 18, 2001 - 08:52 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Hallo Fred,
nur ein kurzes Satement zu ihrem Posting:
Ich gebe Ihnen insofern recht, als dass es eine gemeinsame linke Position kaum zur Zeit kaum gibt. Allerdings gibt es sowohl bei den Grünen, der PDS, aber auch in der SPD integere Einzelpersonen, welche sich nicht dem Diktat einer Parteiführung unterordnen. Zwei beispiele sind die Abgeordneten Ulla Jelpke (PDS) und Annelie Buntenbach (Grüne).
Auch in den Gewerkschaften arbeiten vor allem in der politischen Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus sehr engagierte KollegInnen, deren Stimme nicht immer laut gehört wird.
Auch in der Bewertung der PDS möchte ich Ihnen kurz widersprechen. Zwar gibt es dort, vor allem an der Basis viele Altstalinisten, allerdings verfolgen große Teile der Parteiführung eine sozialdemokratische Politk, oft genug gemischt mit einer Portion Nationalismus ( z.B. Gabi Zimmer). Das sichtliche Interesse ist in die Regierungsverantwortung zu kommen. Die Partteistruktur der PDS ist allerdings komplizierter, als ich es in wenigen Sätzen darlegen könnte.
Was nun die Parteipolitik von SPD und Grünen en gros betrifft, so hat sie mit emanzipativen Inhalten wirklich nichts zu tun.
Allerdings denke ich, dass die von mir anvisierten emanzipativen Antworten auf die deutsche Restauration auch nur ausserparlamentarisch geben lassen. D.h. auch im Rahmen einer kritische intellektuellen und universitäre Linken, welche sich eine gewisse Diskurshoheit verschafft und jegliche Rechtsentwicklung kritisiert. Aber natürlich sind die Möglichkeiten zu herrschaftskritischen Interventionen derzeit extrem beschränkt. Nur Sarkasmus hilft mir da auch nur bei der persönlichen Verarbeitenug des Dilemmas, konstruktib ist er nicht.
Noch eine Denkanregung zum "Erhalt freiheitlich verfasster Demokratien": Könnte nicht deren Wesensgehalt, ein universalistisches weltbild, welches sich selbst als Norm für die ganze Welt erklärt und Unterschiedlichkeiten nicht aushält, stellt m.E. einen Teil des Problems Terrorismus dar. Schon von daher ist dieser militärisch kaum zu besiegen. Solange die "westliche" Welt weder ihr weltweites Wirtschafts- und Produktionssystem, noch ihr Wertesystem hinterfragt, wird die Logik der Militärintervention die einzig gangbare "Terrorismsubekämpfung" bleiben.
Soweit in Kürze
IS
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Rita

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Posted on Thursday, October 18, 2001 - 10:31 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

Was ist denn mit emanzipativen Inhalten gemeint?
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Admin

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Posted on Thursday, October 18, 2001 - 11:40 pm:   Edit Post Delete Post View Post/Check IP Print Post    Move Post (Moderator/Admin Only)

@fred
Zur Frage nach dem Verbleib des Artikels
"Nazis mobilisieren gegen den Krieg:
Deutsche Einheitsfront?"

In haGalil erscheinen täglich mehrere Artikel. Das führt zwangsläufig dazu, dass ein Artikel oft schon nach wenigen Tagen auf eine zurückliegende Seite wandern muss (die Zusammenfassung des laufenden Monats). Diese Artikel sind dann (von der Aktuell-Seite aus) abrufbar unter dem Link ...Weitere Artikel der jeweiligen Rubrik, welcher sich stets am Ende der entsprechenden Rubrik befindet.
Im von Dir angesprochenen Fall: - - - Weitere Meldungen (Mitteleuropa und die Welt)...