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batsirael
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Wednesday, October 04, 2000 - 11:26 am: |
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Schalom an alle! Sehr interessant Eure Diskussion, ob Schwarze nun schneller laufen können als Weiße. Wenn ja und Anatomie, dann wäre als zusätzliche Erklärung vielleicht etwas aus ihrer Geschichte möglich: Ihre Vorfahren, die noch durch den Busch rannten, liegen nicht so weit zurück wie unsere durch den Busch rennenden Vorfahren. Könnte doch sein, daß sie noch näher an der Natur sind... Allerdings macht mir so eine Diskussion auch ganz große Sorge. Könnte man das nun schon wieder als Rassismus verstehen? Auch wenn ich in der Erklärung, daß Schwarze besser rennen können, eine gewisse Ehrfurcht vor ihren Fähigkeiten empfinde? Mit vielen Grüßen Bat-Sirael |
   
gamine
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, October 05, 2000 - 09:36 am: |
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Hallo ! Wie ich sehe stösst meine Aussage über die besonderen Fähigkeiten von "schwarzen Beinen" auf reges Interesse...... Vielleicht sollte ich mal erläutern wie ich darauf kam. Der Vater meines Sohnes ist Sportmediziner und hat mir mal etwas über eine spezielle Muskelstruktur erklärt, die nur bei dunkelhäutigen Menschen vorkommt. Das heißt natürlich nicht, das man damit ohne Training Olympiasieger wird.... Ich finde es nicht rassistisch darüber zu schreiben (auch wenn das eigentlich nicht der Kern meiner letzten mail war), weil ich grundsätzlich alle auf diesem Planeten vertretenen Hautfarben samt damit eventuell verbundenen speziellen Anatomien und Talente für eine Bereicherung halte. Gerade hat mich mein Freund Yves aus Togo in meinem Büro aufgesucht um einen Kaffee zu trinken und etwas zu plaudern. Er erzählte von gestern, als er in einem Bistro mal wieder von der Bedienung ignoriert wurde. Wir haben dann einen Plan überlegt, wie er beim nächsten mal in so einem Fall reagieren sollte. Er wird laut singend um den Tisch tanzen,und wenn man ihn fragt was das soll sagen : In Afrika tanzen wir um den Regen anzulocken, vielleicht muß man hier tanzen um den Kellner anzulocken ! Unsere Strategie gegen Rassismus ist : Das ewig gestrige Gesindel lächerlich machen. A+ |
   
miriam
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, October 05, 2000 - 11:18 am: |
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Liebe Gamine, ich weiss (und ich denke alle anderen auch) dass Du das ueberhaupt nicht negativ gemeint hast, aber - ich glaube noch immer nicht, das Schwarze eine "spezielle" Muskelstruktur haben. Ich bin mehr als skeptisch was solche "Rassentheorieen" betrifft! Sie gefallen mir nicht und erinnern daran, wie man Menschen im 3. Reich katalogisiert hat. Weisst Du Gamine, ich war mal bei einem Kieferorthopaeden, weil meine Zahnaerztin zwar annahm dass mein Sohn keine Spange braeuchte, aber sie wollte ganz sicher sein. Also liessen wir den Fachmann sprechen. Und der Fachmann sagte, mein Sohn braucht keine Spange! Grund: Bei ihm sei die Kieferform rassebedingt. Ein Wunder dass ich mich nicht sofort auf seinen rein-weissen Kittel uebergeben habe! Mein Sohn ist dunkelhaeutig (deshalb auch die Anspielung von mir, dass ich ihn zu den naechsten Olympischen Spielen anmelden kann). Ich habe noch nie eine Spange gebraucht, und der Vater meines Sohnes auch nicht. Welche Rasse koennte er nun damit gemeint haben ? Noch eine Frage zu der Geschichte mit Deinem Freund aus Togo: Bist Du nicht mal mit ihm in diesem Bistro gewesen, und hast vielleicht die Bedienung auf ihr Benehmen angesprochen ? Ich wuerde gleich heute wieder mit ihm hingehen. Konfrontation ist angesagt. Liebe Gruesse an Dich! Miriam |
   
gamine
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, October 05, 2000 - 12:17 pm: |
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Hallo Miriam, das mit Deinem Sohn ist ja schlimm, "rassebedingt" ! Ich hätte darauf wahrscheinlich geantwortet : Huch Herr Doktor, habe ich mich etwa in der Tür geirrt und bin beim Veterinär gelandet, meines Wissens werden doch nur Tiere in Rassen eingeteilt ?! Mein Mops will wiehern, was Huhn ??? Der Auskatalogisierung im 3. Reich habe ich übrigens die Tatsache zu "verdanken", das von den 8 Geschwistern meines Opas mütter- licherseits nur eines den Krieg überlebt hat. Meine Großtante hat sich den hiesigen lebensgefähr- lichen Schwierigkeiten mit der "Rasse" durch eine rechtzeitige Heirat in England entzogen. Unsere Familienfeiern finden daher im kleinen Kreis statt.Zu Yves,ich habe im vorgeschlagen was Du auch spontan überlegt hast. Er ist von dieser Idee nicht überzeugt, da er Asylant ist und keinen Ärger will.In Togo saß er im Gefängniss und hat ein Bein auf der Folter verloren. Sein Verhältnis zur Justiz ist seither gestört. Die These, das in hiesigen Gefängnissen alles gerecht zugeht, möchte ich ihm nicht verkaufen (er ist ein guter Freund).Wir haben viel Spaß dabei,uns über "deutsche Tugenden" lustig zu machen.Lachen macht ihm Mut. A+ |
   
miriam
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, October 05, 2000 - 03:19 pm: |
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Siehst Du Gamine, da bekommt man doch eine grosse Wut. Nur weil Yves Asylant ist, traut er sich nicht "Aerger" zu machen - weil er diskriminiert wurde. Nein Gamine, um etwas aendern zu wollen, darf das nicht abschrecken. Wenn es nicht anders geht, und Du vielleicht mal genuegend Zeit hast, dann geht doch einfach mal getrennt in das Lokal, Du kannst Dich an einen anderen Tisch setzen und beobachten was passiert, ob diese Bedienung den Yves wieder "uebersieht", denn falls ja, kannst Du sie daraufhin ansprechen. Die Polizei braucht Ihr deswegen nicht zu holen. Aber den Mund aufmachen sollte man schon. Oder aber ihr haengt mal ein Schild an das Bistro auf dem steht: "In diesem Bistro werden NUR Weisse bedient!" Mal sehen was sie dazu sagen. Gruss, Miriam |
   
gamine
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, October 05, 2000 - 04:56 pm: |
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Danke Miriam, ist eine gute Idee. (Das mit dem Schild).Das mit dem "Mund aufmachen" hatte ich ihm auch schon gesagt. Aber er sagte nur: In einen geschlossenen Mund verirren sich keine Fliegen. Ich denke,er hat seine eigenen Methoden mit der für ihn alltäglichen Diskriminierung umzugehen.Er findet das immer noch besser als in Togo.Das ist sehr traurig. Ich arbeite in einem kleinen Rathaus, und der Bürgermeister und ich sind die einzigen die mit Yves französisch sprechen können. Da der Bürgermeister wenig Zeit hat, redet er lieber mit mir.Ich sollte vielleicht mal mit ihm zusammen zum Meister gehen.Ob der wohl weiß was in seinem Städtchen so vorgeht... Werde morgen mal den Vorschlag machen,heute sind schon fast alle nach Hause. A+ |
   
José agüeras Fermoso
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Tuesday, October 31, 2000 - 02:37 pm: |
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Zum größten Teil hast Du Recht! Gutbürgerlich und Deutschspezifisch ist es aber auf keinen Fall. Xenophobie und die daraus resultierende Fremdenfeindlichkeit ist leider weltweit enorm verbreitet, nich nur in Deutschland, nicht nu in "gutbürgerlichen Kreisen" Ich behaupte sogar, daß in frankreich Xenophobie weiter verbraitet ist als in Deutschland. Und ich behaupte auch, daß in der Unterschicht die Fremdenfeindlichkeit größere ist als in gutbürgerlichen Kreisen |
   
olavschroeer
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, April 05, 2001 - 09:48 am: |
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"Der liberale Staat muss aufhoeren, ueber die fremdenfeindlichen Mentalitaeten der Bevoelkerung zu raesonieren, und sich daranmachen, gegen seinen eigenen Anteil an der Fremdenfeindlichkeit anzugehen." Dies ist das Resuemee des aktuellen ZEIT-Artikels DUNKELZONEN DER DEMOKRATIE von Christoph Menke. www.zeit.de ---> Rubrik KULTUR |
   
heidi
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Thursday, April 05, 2001 - 09:55 am: |
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Auf diesen Artikel in der Zeit wollte ich auch gerade hinweisen: http://www.zeit.de/2001/15/Kultur/200115_menke_liberalism.html Gruß - Heidi |
   
mm207
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, April 06, 2001 - 03:43 pm: |
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Noch einen Artikel aus der aktuellen ZEIT finde ich sehr lesenswert: Unterschrift: "Der Führer" - Westdeutschlands demokratischer Neubeginn im Spiegel der Lokalpresse Wer sich heute wundert, warum wir uns mit Problemen rumschlagen, die man für längst überwunden hält (halten möchte), dem fällt es nach diesem Bericht wie Schuppen von den Augen. Grüße Monika |
   
Elisabeth
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Friday, April 13, 2001 - 12:45 am: |
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Wenn es an Universitäten noch Professoren der Anthropologie gibt, die wie in der Nazizeit üblich, noch heute Menschen nach Kopfformen zuzuordnen und zu bestimmen, dann muss ich mich auch nicht über die Vergleiche der Sportler hier wundern. Wie arm sind wir im Geiste eigentlich, dass wir solche und ähnliche Zuordnungen machen und erdenken! Jeder schwarze US-Amerikaner ist nicht gleichzeitig ein guter Basketballspieler oder kriminell. Ich könnte es immer weiter führen, aber das macht für mich keinen Sinn. Jeder Mensch ist so wie er ist, und manche können sehr gut rennen, andere schreiben, malen, Kinder erziehen, handwerken oder Menschen zum lachen bringen. |
   
Greg
Rating: N/A Votes: 0 (Vote!) | | Posted on Saturday, September 01, 2001 - 03:02 pm: |
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Liebe Elisabeth, bravo, Du sprichst mir aus dem Herzen. Es ist alles nur eine Frage ob wir uns wie Menschen benehmen oder nicht. Die Rassefrage ist keine Frage. Es ist nur die Frage nach der Speizies zu stellen. Wenn sich jemand hinstellt und über Wert oder Unwert von Rassen sinniert, dann ist er es nicht wert zur Speizies Homo Sapiens gezählt zu werden. Dann ist er einfach nur ein Schwein (Fragt sich dann nur welche Rasse - Hausschwein, Wildschwein, Hängebauchschwein...?) Uli |
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