Berichterstattung in Deutschland
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Bina
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Nummer des Beitrags: 88
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Veröffentlicht am Samstag, 05. Oktober 2002 - 18:43 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

journalistische Richtlinien für die Nahostberichterstattung. Hier die wichtigsten 10

FÜR ANFÄNGER UND FORTGESCHRITTENE

von Lenny Ben-David und Oliver Kraigher

Jedes Medium sollte seinen eigenen Stil haben, so fair und unparteiisch, wie möglich. Seit einem Jahr jedoch, scheint es oft so, als ob der palästinensische Informationsminister sein Stilbuch an Dutzende Medienagenturen, TV-Stationen und Zeitungen verteilt und veröffentlicht.
Seit September 2000 gelten neue Regeln für die journalistische Berichterstattung, bezüglich palästinensischer Gewalt gegen Israel.

In einigen Fällen basieren die "neuen Richtlinien für die Berichterstattung" auf der tatsächlichen Politik der Nachrichtenorganisationen und -herausgeber.
Obwohl Elemente von "Banden-Journalismus" erkennbar sind, gibt es jedoch vermutlich keine konspirativen Absichten hinter dem Hervortreten dieses neuen Stilbuchs. In den meisten Fällen haben Reporter und Korrespondenten zwanglos, möglicherweise sogar unterbewusst, diese Korrekturlinien angenommen. Diese neuen Richtlinien sind stets gegen Israel eingestellt.

Bis jetzt scheint die Voreingenommenheit wenig Auswirkung auf die amerikanische öffentliche Meinung betreffend Israel gehabt zu haben. In Europa kann der stärkere, grellere anti-israelische Ton der Medien eine andere Auswirkung haben.

Es folgen zehn neue "Regeln" für Nahost-Reporter, die aus Hunderten von Artikeln destilliert wurden, welche die neue Gewalttätigkeit umfassen:


REGEL 1. SENSATIONALISIERE DIE INTENSITÄT UND DEN UMFANG ISRAELISCHER MILITÄRAKTIONEN

Nenne die israelischen Aktionen "aggressiv", "verwüstend", "extrem", oder "eskalierend“ [ CNN, 16. April ]. Schildere israelisches Eindringen in palästinensisches Gebiet als "tief", selbst wenn es nur 300 Meter sind. [The New York Times, 14. April ]

Bezeichne andererseits palästinensische Minenwerferangriffe als "erfolglos" oder "harmlos fallend", obwohl die Absicht der Angriffe böswillig ist.


REGEL 2. WEISSWASCHEN VON PALÄSTINENSISCHEN GEWALTAKTEN

Bezeichne weder palästinensische Schussangriffe und Bombardierungen auf israelische Zivilisten als "Terrorismus" noch die Täter als "Terroristen", Bezeichne die Täter als "Militante", "Aktivisten" oder besser als “Demonstranten“. [Associated Press, BBC; CNN, The Guardian und andere, 27. März]. Sogar die inmitten israelischer Märkte platzierten Bomben werden nicht als Terrorismus eingestuft.

Reporter können Ausnahmen von den Regeln machen, wenn es um die eigene Sache geht, z.B. wenn sie irische Bombenleger als "Terroristen" bezeichnen.


REGEL 3. BESCHULDIGE DIE SIEDLUNGEN

Schwäche palästinensische Angriffe ab, indem Du israelische Opfer als "Siedler" etikettierst und die Ziele der Angriffe als "Siedlungen" oder "besetzte Gebiete". Bezeichne die Jerusalemstadtteile "Gilo" und "French Hill“ als "Siedlungen" und "Siedlerenklaven", obwohl sie seit 30 Jahren ein Teil von Jerusalem und für Zehntausende jüdischer Mittelklasse-Familien ein zu Hause sind. [ CNN, Reuters, AP und andere ]. Wenn möglich, bezeichne israelische Städte innerhalb der grünen Linie, wie Sderot, ebenfalls als "Siedlungen". [The Guardian, 17.April ].

Weiterhin betitle alle jüdischen Opfer in der Westbank oder in Gaza als "Siedler", sei es ein 14-jähriger Junge oder ein 10 Monate altes Baby.

Schaffe für die israelischen Bewohner in den Bereichen von Jerusalem, der Westbank und von Gaza eine neue, nichtzivilistische Entität, wie die New York Times, die von israelischen "Soldaten, Siedlern und Zivilisten." spricht. [10. März]


REGEL 4. MISSBILLIGE ISRAELISCHE FÜHRER; SYMPATHISIERE MIT ARAFAT

Nenne Ariel Sharon immer "Hardliner", "Kriegsverbrecher“ oder "der Bulldozer".
Bezeichne niemals Yasser Arafat als "der ehemalige Terrorist", streitsüchtig, korrupt oder despotisch. Wann immer möglich, erbitte Sympathie, durch Ansprechen seines fortgeschrittenen Alters oder seines "Parkinson-Leidens“. [The Independent, 17.April 2001].


REGEL 5. BESCHULDIGE ISRAEL FÜR ALLE PALÄSTINENSISCHEN UNFÄLLE

Tadle Israel, ob für "Arbeitsunfälle" in den palästinensischen Bombenfabriken, für palästinensische Demonstranten, die von auf Israelis zielende palästinensischen Heckenschützen getroffen werden, oder für verletzte Araber, die sich während eines Selbstmordattentats oder einer Busbombardierung unter Israelis aufhalten.

Für arabische Autounfälle kann Israel auch beschuldigt werden. Anfang Oktober 2000, tadelten einige Berichte Israelis für den Tod von Issam Yudeh Mustafa Hamed. Am 2. November stellten die Pathologen fest, dass Issam Yudeh in einem Verkehrsunfall starb. Es ist unbekannt, wie viele der palästinensischen "Märtyrer" an natürlichen Ursachen, an Unfällen oder an innerpalästinensischen Kämpfen starben.

Zusätzlich verweise häufig auf palästinensische Kinder, die traumatisiert, verwaist oder schwer verletzt sind, selbst durch eigene Bomben und Gewehrkugeln der Palästinenser. Erwähne nicht israelische Kinder, die Opfer palästinensischer Angriffe wurden.


REGEL 6. GEBRAUCH VON AKTIV UND PASSIV

Benutze aktive Formulierungen, um zu Schaden gekommene Palästinenser zu beschreiben, d.h. israelische Soldaten "erschossen" Palästinenser oder sie wurden "totgeschossen“.

Andererseits, benutze passive Formulierungen, um zu vermeiden, Palästinenser für zu Schaden gekommene Israelis zu beschuldigen. Sage, dass eine Schiesserei oder ein Schusswechsel "ausbrach". Die Schlagzeile, dass die 10-Monate alte Shalhevet Pass durch einen palästinensischen Scharfschützen getötet wurde liest sich dann: " Jüdisches Kleinkind stirbt in West-Bank." [Associated Press, 26. März].

Wenn möglich, stelle zwei Tode nebeneinander, beschuldige die Israelis für den einen Tod und lasse die palästinensische Tat ungesagt. Zum Beispiel: " Während Zusammenstössen in der Nähe des West-Bank Dorfs Dura, wurde ein 11 Jahre alter palästinensischer Junge von israelischen Truppen totgeschossen. Einem Bericht zufolge, hatte der Junge dem Schusswechsel israelischer Soldaten und palästinensischer Heckenschützen zugesehen, als er in der Brust getroffen wurde. Am Montag wurde ein 10 Monate altes israelisches Baby von Geschützfeuer im nahegelegenen Hebron getötet." [BBC, 27. März].


REGEL 7. GLEICHE EINEN ISRAELISCHEN TOD DURCH DAS ERWÄHNEN IRGENDEINES NICHT VERBUNDENEN PALÄSTINENSISCHEN TODES AUS

Gleiche eine palästinensische Greueltat wie ein Bus-Selbstmordanschlag, durch das Berichten über den tragischen palästinensischen Tod einer älteren Frau oder einem Kind aus, auch wenn der palästinensische Tod lange zuvor war.

Über die schockierende Entdeckung von zwei abgeschlachteten israelischen Jugendlichen nahe Tekoa berichtete der CNN-Artikel: "Zwei israelische Teenager, sind tot aufgefunden worden". Ein Foto unter der Schlagzeile zeigte ein palästinensischen Baby, daß einige Tage früher begraben wurde. [9. Mai].

Am 1. Mai berichtete CNN: " Ein Israeli wurde getötet und ein weiterer verletzt bei Schussangriffen auf Straßen der West-Bank am Dienstag. Die Angriffe folgten Explosionen und Zusammenstössen in Gaza und der West-Bank, die sieben palästinensische Leben forderten." Dies wurde berichtet, obwohl die tödlichen Explosionen in Gaza ein "Arbeitsunfall“ in einer palästinensischen Bomben-Fabrik waren.


REGEL 8. BENUTZE ARABISCHE BEZEICHNUNGEN FÜR HEILIGE STÄTTEN

Benutze arabische Bezeichnungen für heilige Stätten, auch wenn der jüdische Begriff üblicher Standard in jedem Lexikon, Universitäts-Lehrbuch, diplomatischem Dokument, oder anderer westlicher Quellen ist.

Vermeide, Dich auf den Tempelberg als "des Judentums heiligste Stelle“ zu beziehen, oder als "die jüdische Hauptstadt seit 3000 Jahren".
Verweise auf den Tempelberg sollen als bloße Ansprüche qualifiziert werden ". Z.B: " ....bei dem Israel behauptet, die Stelle des ersten und zweiten Tempels gewesen zu sein." [New York Times].

Beziehe Dich Vorzugsweise auf den Tempelberg als "Haram al Sharif, die drittheiligste moslemische Stelle", oder "die heiligste moslemische Stelle in Jerusalem". Andererseits, beziehe Dich weder auf Hebron, wo die jüdischen Matriarchen und Patriarchen begraben sind, als "des Judentums zweitheiligste Stelle", noch auf das Grab von Rachel nahe Bethlehem als "des Judentums drittheiligste Stelle" .

Wenn notwendig, rackere Dich mit den arabischen Bezeichnungen ab, wie der Verweis auf das Jaffa-Tor, dem westlichen Haupteingang zu Jerusalems Altstadt, als "Bab al-Khalil" [CNN, 8. Januar 2001].


REGEL 9. NENNE ISRAEL IN NEGATIVEN NACHRICHTEN AN ERSTER STELLE

Schreibe: “Bei Schiessereien zwischen israelischen Soldaten und Palästinensischen Demonstranten .......“ Oder sage: “Der Israelisch-Palästinensische Konflikt“. Damit implizierst Du deutlich, wer eigentlich Schuld hat und wer wieder mal “angefangen“ hat.


REGEL 10. VERKEHRE DIE CHRONOLOGIEN

Berichte ausführlichst über eine israelische Militäraktion, um dann erst am Ende kurz zu erwähnen, dass es eine Reaktion auf ein vorausgegangenes palästinensisches Attentat oder auf Schussangriffe war. Am besten verzichte auf diese Information!
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Bina
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Nummer des Beitrags: 89
Registriert: 02-2002
Veröffentlicht am Samstag, 05. Oktober 2002 - 18:50 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

- und direkt ein Beispiel: (Hervorhebungen durch mich)

Polizei stürmt Tempelberg

Zwei Kinder erschossen
REUTERS, DPA

JERUSALEM, 4. Oktober. Bei Zusammenstößen mit der israelischen Polizei sind am Freitag auf dem Tempelberg in Jerusalem mehrere Palästinenser verletzt worden.

Nach dem Freitagsgebet seien rund 30 Palästinenser in der Al-Aksa-Moschee zurückgeblieben, erklärte ein israelischer Polizeisprecher. Etwa 50 Polizisten hätten daraufhin den Tempelberg gestürmt, weil befürchtet worden sei, die Palästinenser könnten von dem Plateau aus Steine auf betende Juden am Fuße der Klagemauer werfen. Es seien Blendgranaten, Tränengas und gummi-ummantelte Stahlgeschosse eingesetzt worden.[...]


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Ernesto_o
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Nummer des Beitrags: 42
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Veröffentlicht am Sonntag, 06. Oktober 2002 - 15:06 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

@ Bina

Die Wahrheit mit der Wahrheit ist, das die Lüge ein Teil der ganzen Wahrheit ist.

Wenn ich Verleger wäre würde ich Journalisten, die nach solchen Maximen handeln, nie und nimmer für mich arbeiten lassen.

Welche Verleger stellen solche Leute an ?

Ernesto
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Adler53
* New Member
Benutzername: Adler53

Nummer des Beitrags: 2
Registriert: 09-2001
Veröffentlicht am Sonntag, 10. November 2002 - 15:42 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Welcher Verleger stellt solche Leute ein ?
Verleger, die mit virtueller Wahrheit dickes Geld verdienen, Meinungsmärkte erobern und auch nicht zurückschrecken, die Fronten zu wechseln, wenn das mehr Profit bringt als die Wahrheit.
Auch das sensationslüsterne Ausschlachten von Verbrechen führt doch dazu, dass z. B. Geiselmord und Geiselfolterung so ausgemalt werden werden, dass selbst ein kleiner schmieriger Bankräuber Anregungen für sensationsträchtige Verbrechen bekommt (Geiselnahme Gladbeck).
Manche Journalisten erkennen den Wert der wahren Freiheit und der Demut erst dann, wenn sie selbst Folteropfer waren, oder Familienangehörige durch Krieg verloren haben.

Geistig ist man im vollgefressenen Westen schon beim Niveau von Pinochet, Lawrentij Berija und Julius Streicher angekommen.
Wenn Menschenrechte und Menschenwürde Hindernisse für den Welthandel sind, weil in einer neoliberalen Gesellschaft Nachdenken = Zeitverschwendung ist, bereiten wir eine Shoah vor, die noch Milliarden Opfer kosten wird.
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liliputaner
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Veröffentlicht am Montag, 10. März 2003 - 11:32 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ich wage es von mir zu behaupten dass ich einigermassen unparteiisch bin. Ich kenne sowohl Juden als auch Araber die sich gleichzeitig über verschiedene Berichte und änliches aufregen. Findet ihr nicht dass es nicht alles einseitig gesehen werden kann? Aus meiner Sicht können beide Seiten etwa gleich viele Beispiele vorweisen - sprich in den deutschen Medien insgesamt wird meiner Ansicht nach keine Seite bevorzugt. Und gerade das gefällt mir an der deutschen Berichterstattung. Und dass hier gerade CNN als Beispiel genannt wird ist finde ich ein guter Beweis dafür dass jede Seite sich von vornerein "benachteiligt" sieht. Denn gerade diesem Sender stehen die Araber (zumindest aus meinem Bekanntenkreis) äuserst skeptisch gegenüber.
Gruss an alle
P.s. Ich finde es super dass es hier eine solche Gelegenheit gibt die Meinungen auszutauschen ohne
dass jemand dauernd zu stören versucht.
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Channah
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Nummer des Beitrags: 515
Registriert: 09-2000
Veröffentlicht am Dienstag, 11. März 2003 - 03:31 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

"P.s. Ich finde es super dass es hier eine solche Gelegenheit gibt die Meinungen auszutauschen ohne
dass jemand dauernd zu stören versucht. "


Das ist der Bereitschaft der BetreiberInnen zu verdanken, sehr teure Sicherheitssysteme zu nutzen.
Es gibt genügend "Störenfriede" der übelsten Sorte.

Mir gefällt nicht alles an deutscher Berichterstattung, aber mir gefällt auch nicht jeder Screenname. Doch auch nicht immer kann ich Zusammenhänge beurteilen.

Hannah
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Romana
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Nummer des Beitrags: 1403
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Veröffentlicht am Montag, 27. Oktober 2003 - 23:15 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Falsch verstandene Toleranz

Deutschland braucht keine wahhabitischen Lernzentren, sondern islamischen Religionsunterricht als reguläres Schulfach

Von Arnfrid Schenk für ZEIT.de


Die König-Fahd-Akademie in Bonn soll geschlossen werden. Aus gutem Grund. Denn diese Schule hat das Gegenteil von dem bewirkt, was sie versprochen hat: Ein Brücke zwischen Orient und Okzident wollte sie sein, ein Symbol für Integration und Dialog. Sie wollte helfen das „Feindbild“ Islam abzubauen. Acht Jahre nach ihrer Gründung steht die vom Hause Saud finanzierte Privatschule im Verdacht, radikal-islamischen Fundamentalismus zu fördern.

http://www.zeit.de/2003/44/schulverbot

Ich glaube es braucht keinen Kommentar dazu....
Romana
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Romana
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Benutzername: Romana

Nummer des Beitrags: 1408
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Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Oktober 2003 - 10:30 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Combat 18 - Pinneberg

Eine gut organisierte Neonazi-Gruppe

Von Toralf Staud für ZEIT.de

Bisher gab es nur verstreute Hinweise, es gab ein Bekennerschreiben zu einem Überfall auf einen jüdischen Friedhof, es gab Propaganda-Broschüren, es gab die vielen kleinen, verschlüsselten Zeichen, die in der Neonazi-Szene so beliebt sind – Aufnäher auf Bomberjacken, Graffittis, Transparente (siehe DIE ZEIT 39/2003: Die Sprengköpfe ). Doch seit gestern gibt es den Beleg: Die Neonazi-Terrorgruppe "Combat 18 (C 18)" – vor zehn Jahren in London gegründet – hat auch in Deutschland Anhänger. Höchst aktive Anhänger sogar.


http://www.zeit.de/2003/44/c18


Ist ja zum K...
Romana
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Burks
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Nummer des Beitrags: 513
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Veröffentlicht am Freitag, 31. Oktober 2003 - 00:28 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ziemlich viel heisse Luft in dem Artikel. Interessant wäre auch zu erfahren, wie viele V-Leute dabei sind.
Burks
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Romana
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Nummer des Beitrags: 1452
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Veröffentlicht am Donnerstag, 06. November 2003 - 13:54 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Kolumne

Das große Übergeben

Was, wenn die großen Männer k..... müssen?

Von Robert Leicht für ZEIT.de


Von dem Berliner Maler Max Liebermann wird überliefert, er habe am Abend des 30. Januar 1933, als die Nazi-Marschkolonnen nach der "Machtergreifung" durchs Brandenburger Tor zogen, an seinem Haus vorbei, voller Sarkasmus gesagt: "Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte."
http://www.zeit.de/politik/robertleicht/kolumne_montag_031013



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Romana
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Benutzername: Romana

Nummer des Beitrags: 1508
Registriert: 11-2002
Veröffentlicht am Donnerstag, 13. November 2003 - 14:09 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Combat 18:
Primärziel im Visier
Staatsschutz findet bei "Combat 18"-Razzia Dossiers der Neonazis von antirassistischen Personen...

Peter Müller und Andreas Speit

Das Landeskriminalamt (LKA) in Kiel hat bei der Auswertung von Beweismitteln nach einer Razzia gegen den Neonazi-Kampfbund "Combat 18" (C 18) personenbezogene Dosssiers gefunden, die mehr als 20 Personen betreffen. Dies sei offenkundig die Fortschreibung einer Steckbriefliste der "Kameradschaft Pinneberg" auf dem Stand von August 2003, so LKA-Sprecher Matthias Henning. Sie enthalte meist lokale Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens.

http://www.klick-nach-rechts.de/ticker/2003/11/c18.htm
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Rutef
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Nummer des Beitrags: 523
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Veröffentlicht am Donnerstag, 11. Dezember 2003 - 10:58 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Das Bonner Medienforschungsinstitut, MEDIEN TENOR, analysierte anhand der deutschen TV-Nachrichten und -Magazine, die Berichterstattung ueber den Nahost-Konflikt 2003. "In der Berichterstattung ist kein Platz fuer Normalitaet. Israel wurde fast ausschliesslich als Krisenherd dargestellt. Wenn ueber die Handlungen von israelischen Institutionen oder Personen berichtet wurde, standen meist Militaeraktionen im Fokus journalistischer Aufmerksamkeit. Doch auch Berichte ueber innenpolitische Ereignisse, Parteien oder Staatsbesuche kamen kaum ohne den schon obligatorischen Blick auf den Nahost-Konflikt aus", kommentiert Stefan Muehler, Medienwissenschaftler beim Medien Tenor, die vorliegende Analyse.

http://www.medien-tenor.de/Beitrag/MT139/39_7879.pdf
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Romana
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Nummer des Beitrags: 1558
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Veröffentlicht am Montag, 22. Dezember 2003 - 21:44 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

http://zeus.zeit.de/afp/2003-12-22_212811_0411.xml

Neonazi-Band als kriminelle Vereinigung verurteilt

- Drei Jahre und vier Monate Haft für Bandleader von "Landser"


Das Kammergericht Berlin hat den Bandleader der rechtsextremen Musikgruppe "Landser" als Rädelsführer in einer kriminellen Vereinigung zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Zwei weitere Musiker der Band erhielten Bewährungsstrafen von 22 und 21 Monaten.
© AFP/EPA/Archiv Bernd Thissen
Berlin (AFP) - Das Kammergericht Berlin hat den Bandleader der rechtsextremen Musikgruppe "Landser" als Rädelsführer in einer kriminellen Vereinigung zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt.
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Eran
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Veröffentlicht am Dienstag, 21. Dezember 2004 - 21:46 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hätte es noch einseitiger sein können?

http://www.ksta.de/servlet/CachedContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1103195630664&openMenu=987490165154&calledPageId=990463457062&listid=994347600305

Die Mauer von Bethlehem

erstellt 20.12.04, 07:00h

Die neuen israelischen Grenzanlagen sind so monströs wie deprimierend.
VON HARALD BISKUP

Bethlehem - Am Laternenmast an der Kirche von Beit Jala vor den Toren Bethlehems flattern vergilbte Arafat-Poster. Während Khadra Zreineh im Haus nebenan zum süßen Pfefferminztee Harissa anbietet, eine Creme aus Grieß, Joghurt und Sesampaste, vermischen sich Glockengeläut und der Ruf des Muezzin. „Arafat war kein Heiliger, bestimmt nicht“, sagt die 44-jährige Mutter von vier Kindern, „aber ohne ihn hätten sie uns hier längst vertrieben.“ Sie, das sind die Israelis, die Soldaten, die Besatzer.
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Eran
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Benutzername: Eran

Nummer des Beitrags: 1037
Registriert: 03-2003
Veröffentlicht am Dienstag, 21. Dezember 2004 - 22:28 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

ULRICH W. SAHM - Politisiertes Weihnachten
Jerusalem, 19. Dezember 2004 - Seit dem Einzug Arafats 1995 haben vor allem die Christen das explosive Gemisch aus Politik und Religion zu spüren bekommen. Bisher war es "politisch nicht korrekt", hinzuweisen, wie Arafat gezielt die Christen, knapp zwei Prozent der Palästinenser, zynisch in seine Politik einspannte. Die verfolgte Minderheit gebärdete sich päpstlicher als der Papst, um Arafat die Treue zu erweisen.

Es begann bei der Ankunft Arafats einen Tag vor Weihnachten 1995. Während er mit seinen Hubschraubern bei den Hirtenfeldern landete, wurde eine Rednerbühne neben einem Weihnachtsbaum auf dem Dach des armenischen Klosters der Geburtskirche vorbereitet. Nie zuvor hatte jemand gewagt, Nationalflaggen an den Glockentürmchen des heiligsten Gotteshauses der Christenheit zu hissen. Tausende waren zum Krippenplatz gekommen, Arafat zuzujubeln. Die Menge konnte nicht sehen, dass auf dem Dach auch das Symbol des Islam aufgestellt worden war: ein Modell des Jerusalemer Felsendoms. Das bemerkten nur die Priester auf dem Dach und Journalisten mit guten Teleobjektiven. "Sie haben eine blühende Fantasie. Das kann nicht sein. Das wäre die schlimmste vorstellbare Erniedrigung der Christen im Heiligen Land", meinte eine deutsche Pastorin, als sie davon hörte, ohne die Fotos gesehen zu haben. Ein palästinensischer Pastor in Beth Sahour wirkte schockiert und reagierte instinktiv mit einem bitteren Lachen: "Das ist doch eine Geste der Versöhnung des Islam mit dem Christentum."

Die ersten Zusammenstöße der Intifada ereigneten sich am Rachelsgrab. Die Steinwürfe der Kinder und die Schüsse am späteren Nachmittag entwickelten sich zu einem grausigen Ritual mit Toten und Verletzten. Der Name "Bethlehem" spielte eine große Rolle. Blutige Zwischenfälle in Dura, Nablus oder El Bireh interessierten kaum. Die Palästinenser füllten die Abendnachrichten mit Bildern aus der weltberühmten Kleinstadt südlich von Jerusalem, obgleich Christen nicht beteiligt waren.
Arafat erkannte früh das propagandistische Potential der Bethlehemer Christen. Wie andere Moslems und seinerzeit auch die Israelis glaubte er an eine "christliche Welt". Als Israel sich während des Bürgerkriegs im Libanon mit "christlichen" Falangisten verbündete, glaubte es irrtümlich an einen Solidarisierungseffekt gegen Arafats PLO. Als Taamri-Beduinen aus der Gegend des Herodions östlich von Bethlehem mit ihren Motorrädern in das wohlhabende christliche Beth Dschalah bei Bethlehem fuhren, um von dort das Jerusalemer Viertel Gilo zu beschießen, war das eine bewusste Provokation. Die israelische Reaktion mit Panzergranaten und Hubschrauberraketen wurde in Kauf genommen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Der amerikanische Präsident und der Papst verurteilten den israelischen Beschuss der christlichen Ortschaft. Sie schwiegen, wenn es anderswo Tote und Zerstörung gab. Arafats Rechnung ging auf. Indem er die Intifada auf dem Rücken unbeteiligter Christen austrug, garantierte er für sich die Sympathie der Welt. Als Christen am ersten Weihnachten der Intifada über das Ausbleiben der Touristen und ihres wirtschaftlichen Untergangs klagten, wurde allein Israel für alles Leid der Palästinenser verantwortlich gemacht, obgleich die Palästinenser das gezielt provoziert hatten. Bürgermeister Hanna Nasser bestätigte, dass 2500 Christen die Gegend von Bethlehem seit Ausbruch der Intifada für immer verlassen hätten.
Doch Christen wagen bis heute nicht, offen über Diskriminierungen zu reden. "Wenn ein Christ einen Autounfall mit einem Moslem hat, kann er nicht mit Schadensersatz rechnen, selbst wenn er im Recht ist", sagt einer unter vorgehaltener Hand. Eine Christin erzählt: "In meinem Viertel lebten früher nur Christen. Heute sind alle Nachbarn Moslems. Ich kann meine Kinder nicht mehr im Hof spielen lassen." Eines Tages entdeckte sie, wie man ein Paket vor ihrer Haustür geöffnet hatte. Der Inhalt, Bibeln, lag zerrissen und verstreut in ihrem Hof. "Mein muslimischer Nachbar behauptet, es seinen Kindern nachgemacht zu haben, wenn er jünger wäre..." Es gab mysteriöse "Autounfälle", die wie Mord aussahen. Friedhofsschändungen und Vergewaltigungen wurden als Taten "geistig Behinderter" abgetan.

Die Schmach der Christen erreichte ihren Höhepunkt im Mai 2002. Schwer bewaffnete palästinensische Extremisten stürmten die Geburtskirche, legten Sprengsätze und sogar Feuer. Die Israelis belagerten das von trutzigen Mauern umgebene älteste christliche Gotteshaus. Priester erzählen von dem Trauma, wie sich europäische Friedensaktivisten zu den palästinensischen Kämpfern gesellten. In der Geburtsgrotte, bei der Krippe Jesu, aßen und rauchten sie.

An Weihnachten vor einem Jahr kam es zu einer weiteren Verunglimpfung des Christfestes. Die feierliche Prozession des Patriarchen wurde erstmals von politischen Plakaten überschattet. Zwischen die christlichen Banner mit Kreuzen mischten sich Bilder Arafats. Vor der Geburtskirche warteten festlich eingekleidete Priester mit Kreuzen und Weihrauchgefäßen auf den Patriarchen, wie seit Jahrhunderten. Doch über dem Eingang des Gotteshauses hing eine neue Ikone: Ein Plakat Arafats. "Erstmals nach vielen Jahren erwarten die Christen in Bethlehem eine Rückbesinnung auf die Geburt Jesu. Die Politik soll bis zu den Wahlen am 9. Januar warten", sagt zuversichtlich Burghardt Schunkert von der Hilfsorganisation Lifegate. Die Chancen stehen gut. Seit dem Tod Arafats vor 40 Tagen hat niemand mehr ein frisches Plakat des Palästinenserführers mehr die verschlossenen Ladentüren geklebt.

Arafats Rechnung geht auch noch heute in der Kölner Stadtanzeiger scheinbar auf
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Mibu_21
**** Intermediate
Benutzername: Mibu_21

Nummer des Beitrags: 442
Registriert: 02-2006
Veröffentlicht am Samstag, 09. September 2006 - 19:58 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ein interessantes Schlaglicht auf das Verständnis von journalistischer Arbeit im deutschen Fernsehen:

Telepolis: Club der anonymen Meinungsmacher
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Eran
****** Senior
Benutzername: Eran

Nummer des Beitrags: 2299
Registriert: 03-2003
Veröffentlicht am Dienstag, 14. November 2006 - 15:31 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

http://spiritofentebbe.blogspot.com/

Schmitz komm' raus!
Thorsten Schmitz, Israel-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, ist um seinen Job nicht zu beneiden. Unablässig grübelt er darüber nach, welche Schattenseite des Lebens zwischen Metulla und Eilat noch nicht von ihm zum Thema gemacht wurde.
(...)
Kurz und gut: Schmitz hat schon fast alle denkbaren Haare aus der Suppe geklaubt, um das Bedürfnis der SZ-Leser nach Schreckensnachrichten aus dem unheiligen Land zu befriedigen. Fast. Das Schicksal hat es wieder gut mit ihm gemeint: Die Vorwürfe gegen Staatspräsident Katzav wegen sexueller Belästigung bis hin zur sexuellen Nötigung und Vergewaltigung sowie die gesellschaftliche Diskussion über dieses Thema liefern Schmitz den willkommenen Aufhänger, um das Land und seine Bürgerarmee einmal mehr an den Pranger zu stellen. Als gäbe es anderswo ähnliche Probleme nicht, zumal in der üblen Nachbarschaft, mit der Israel nun mal leider leben muss, mokiert er sich über den seiner Ansicht nach vom Militär geprägten israelischen „Machismo“ und „Chauvinismus“, und würzt seinen Bericht mit allerhand saftigen Beispielen aus dem Armeealltag, etwa von Frauen, die von ihren männlichen Kameraden begrapscht oder in den Po gezwickt werden oder sich sexistische Sprüche anhören müssen.
(...)
Dies zu erwähnen ließe Israel allerdings sympathischer erscheinen als es den Lesern der Süddeutschen Zeitung zuzumuten wäre. Und die israelische Armee darf nach den Regeln des Genres ohnehin nicht anders als ein Hort unsensibler, arroganter, chauvinistischer und gewalttätiger Typen dargestellt werden. Selbstredend ist es „das System der Besatzung, das Herrschen über die palästinensische Bevölkerung“, welches die Soldaten lehre, „dass Herrschen über jemand anderen möglich ist“, wie Tal Kramer-Vadai, Leiterin des Zentrums für Opfer von Vergewaltigungen, meint. Eine recht gewagte Einschätzung, die aber die Augen des SZ-Korrespondenten zum Leuchten gebracht haben dürfte. Die Besatzung! Alles klar. Wer über Araber „herrscht“, will auch über Frauen herrschen.

Stellt sich nur die Frage, warum eine jüngst veröffentlichte Studie über von palästinensischen Männern an palästinensischen Frauen begangene Gewalttaten – von Schlägen in den eigenen vier Wänden bis hin zu „Ehrenmorden“ – sprechen kann, herrschen doch die Palästinenser über kein anderes Volk. Man hat aber auch schon von der abenteuerlichen Theorie gehört, dass auch dafür die israelische Besatzung verantwortlich zu machen ist. Danach werden die palästinensischen Machos und Chauvinisten durch die fortwährende Demütigung geradezu gezwungen, ihr Selbstwertgefühl zu erhöhen, indem sie ihre Frauen unterdrücken. Wie man’s dreht und wendet, Schuld ist immer der Jud’.

Die Pointe kommt zum Schluss: Schmitz zitiert Tal Kramer-Vadai mit der Feststellung, „dass die Zahlen von Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen in Israel nicht höher seien als in den USA oder in Europa“.
(...)
Wir jedenfalls halten fest: Sexuelle Belästigungen und Vergewaltigungen sind in Israel nicht häufiger als in Europa – und also ein Thema, mit dem sich Israel zu befassen hat, nicht aber notwendigerweise die Auslandspresse, so lange keine signifikanter Grund dafür vorliegt. Für Schmitz geht es aber darum, den Dreh zur verdammten Armee zu konstruieren, dann ist auch diese relativ unspektakuläre Nachricht noch zu etwas nütze. So ist das eben: Jews are news. And bad news about Jews are good news.
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Eran
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Veröffentlicht am Mittwoch, 22. November 2006 - 10:05 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Meint das der Spiegel im Ernst?


http://www.spiegel.de/spiegel/

DER SPIEGEL

Heft 47/2006

"Die Deutschen müssen das Töten lernen."
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Eran
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Benutzername: Eran

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Veröffentlicht am Sonntag, 24. Dezember 2006 - 19:46 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/
ein_antisemitisches_weihnachtsgeschenk_vom_spiegel/




(Beitrag nachträglich am 24., Dezember. 2006 von eran editiert)
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Eran
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Veröffentlicht am Dienstag, 16. Oktober 2007 - 20:01 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Der Stern scheint ein Andenken an den Geist des Stürmers mit der "Judenlobby" in der USA und Ekel Alfred setzen zu wollen.

http://www.stern.de/politik/ausland/600037.html?nv=ct_mt

Alfred Grosser

"Israels Politik fördert Antisemitismus"

http://www.stern.de/politik/ausland/600035.html

Israel

Der 51. Staat der USA?

--- Deutschland kehrt also langsam aber spürbar zu seinem öffentlich gelebten antisemitischer Wurzeln zurück.
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_ralf
** Junior
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Veröffentlicht am Dienstag, 16. Oktober 2007 - 20:30 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Hallo Eran,

nach einem Lied der Rockband "New Model Army" ist Europa der 51. Staat der USA, nicht Israel - und das macht Sinn.
Der Autor des Sternartikel muss sich irren. ;-)

51st State

MFG Ralf

(Beitrag nachträglich am 16., Oktober. 2007 von _ralf editiert)
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Yael1
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Veröffentlicht am Dienstag, 16. Oktober 2007 - 20:36 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Frieden mit der Walser-Keule

Lautete die Preisfrage, von wem die folgenden Sätze stammen, und böte das Internet keine Suchmaschinen, die Aufgabe wäre gar nicht so leicht zu lösen:

„Es ist nach wie vor so, dass sich Deutsche zu allem Möglichen kritisch äußern dürfen, aber nicht zu Israel. Menschenrechtsverletzungen anderswo anprangern – kein Problem! Mit Blick auf Israel aber kommt das nicht infrage. Ich finde das zutiefst schockierend. [...] In diesem Punkt stehe ich hinter Martin Walsers Kritik an der Auschwitz-Keule. Ja, ich sehe diese Keule, die ständig gegen Deutsche geschwungen wird, falls sie etwas gegen Israel sagen. Tun sie es trotzdem, sagt die Keule sofort: ‚Ich schlage dich mit Auschwitz.’ Ich finde das unerträglich.“

Oskar Lafontaine? Norman Paech? Rainer Rupp? Dreimal nein. Der da in einem Interview mit dem Stern aus seinem Herzen keine Mördergrube macht, ist vielmehr einer, der in seiner Funktion als Kronzeuge regelmäßig die Sympathien all jener Deutschen erobert, die sich wie ihr preisgekrönter Schriftsteller vom Bodensee als verfolgte Unschuld fühlen, als Opfer von Meinungsterror und Maulkorberlassen fremder Mächte: Alfred Grosser. Selten lässt der Politikwissenschaftler eine Gelegenheit ungenutzt, das „erlittene deutsche Leid der Bombennächte und der Vertreibungen“ zu beklagen, die „mutige Hilfe für Juden in Deutschland“ während des Nationalsozialismus allen Ernstes zu einem Massenphänomen hochzujazzen und sich wie der unvermeidliche Rupert „Ich will nicht mehr schweigen“ Neudeck zu fragen: „Ist es nicht eine Verpflichtung der heutigen Juden, an das Schicksal anderer Unterdrückter und Verachteter zu denken?“ Sozusagen als Geste der Dankbarkeit den Deutschen gegenüber, die zwischen dreiunddreißig und fünfundvierzig entgegen anderslautenden Erkenntnissen eine einzige große Judenrettungsbewegung waren und auch heute noch überall auf der Welt aktiv sind, „wenn Grundrechte verletzt werden“ – vor allem dann, wenn es sich bei den Missetätern um die Nachfahren der von ihnen damals Erlösten handelt.

[...]
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Eran
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Veröffentlicht am Mittwoch, 05. Dezember 2007 - 22:28 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Ein guter Hinweis:

http://beer7.wordpress.com/page/2/

Die NZZ besteht darauf, faktisch falsche Informationen zu verbreiten
Dezember 3, 2007
In dem Artikel Israel öffent die Grenze für kurze Zeit von gestern ist zu lesen:

Israel hat den Gazastreifen nach der Machtübernahme durch die radikalislamische Hamas seit Mitte Juni abgeriegelt.

Diese Behauptung ist falsch. Schon am 29. Juni dieses Jahres hatte Viktor Kocher dasselbe behauptet und war von mir korrigiert worden.

In der Folge habe ich mich im Blog mehrfach mit den Grenzuebergaengen des Gazastreifens beschaeftigt und herausgearbeitet, dass Israel keine Kontrolle ueber den Rafah-Uebergang hat.
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Eran
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Veröffentlicht am Freitag, 08. Februar 2008 - 15:42 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Mal den Spiess umgedreht...

“JERUSALEM (inn) - Mehrere Blogger protestieren derzeit auf ungewöhnliche Weise gegen die anti-israelische Berichterstattung in einigen Ländern: In ihren Internettagebüchern veröffentlichen sie ausschließlich negative Nachrichten über diese Staaten.
‘Dieses Projekt zeigt, wie Medienberichterstattung das Image jedes Landes schwächen kann, indem es ausgewählte Nachrichten ohne Kontext verwendet’, sagt der Medienanalyst Manfred Gerstenfeld aus Jerusalem. Im vergangenen Sommer hielt er einen …


http://badnewsfromgermany.blogspot.com/

Willkommen bei "Bad News from Germany"
Die Berichterstattung über Israel ist, gemessen
am 'Code of Ethics' Leitlinien des Journalismus, nicht objektiv.

Warum nun “bad news” von Deutschland? Das Projekt bedient sich der gleichen Methoden, wie auch die Berichterstattung über Israel entsteht. Einseitige Betrachtung und das weglassen anderer, wichtiger Informationen und schon entsteht ein völlig verdrehtes Bild über Deutschland. Siehe auch den kleinen Bundesadler in der Flagge (er schaut nach rechts anstatt nach links).

“Bad News from Germany” jetzt seit Februar 2008 im Netz. Herzlichen Dank an alle die Beiträge zusteuren, neue Ideen schenken oder das Projekt finanzieren.

Regieren auch Sie gegen verzerrte Berichterstattung: Starten Sie einen eigenen “bad news” blog in einem anderen Land
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Eran
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Veröffentlicht am Montag, 24. März 2008 - 12:14 Uhr:   Beitrag editieren Beitrag löschen Beitrag drucken    Beitrag verschieben (Nur für Moderatoren)

Welche Juden ist dem TAZ-Leser die liebsten?
Die Toten und die Alibis.
Also eigentlich kaum ein Unterschied zu dem Leser eines bekannten deutschen Zeitschrift vor ca. 70 Jahren...

http://www.hagalil.com/01/de/Antisemitismus.php?itemid=2022

Milde Propaganda
Mit der taz halte ich es wie mit der Bild - wenn sie auf dem Tisch liegt schaue ich mal rein. Neulich war es wieder soweit. Nach kurzem Suchen fand ich auch schon einen Artikel meiner Lieblingsautorin Susanne Knaul, die sich noch vor wenigen Wochen dadurch gerühmt hatte, bei Zitaten israelischer Politiker gern mal ein Auge zuzudrücken, wenn es um eine fulminante Schlagzeile geht...

Von Franz Haupt

"Israeli droht mit Holocaust" hatte sie getitelt, was weniger über das eigentliche Zitat als vielmehr über die Hebräisch Kenntnisse der Nahostkorrespondentin erahnen lässt. Erwartungsvoll nahm ich also ihren heutigen Artikel in Augenschein, der von dem "Ende der Waffenruhe" in Israel und den Palästinensergebieten berichten wollte. Während ich noch darüber nachdachte von welcher "Waffenruhe" Knaul eigentlich berichtete las ich, dass israelische Soldaten fünf "Mitglieder von Widerstandsorganisationen getötet hatten" - darunter Mohammad Schehade, den Hintermann des Attentats auf die Merkaz Harav Jeschiwa letze Woche.

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