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falsch verstandene Rauchopfer
Forum haGalil - Board B:
Bnej Noah: Nicht mehr und nicht weniger...:
falsch verstandene Rauchopfer
Heute ist mein 5. Tag ohne
Nikotin Die Liebe zu einer Sache vergeht,
wenn die Sache nicht mehr vorhanden ist. (oder
so ähnlich (Sprüche der Väter)) Im Moment
habe ich noch arge Trennungsschmerzen, aber auch die
werden vergehen. Was will ich? Will ich
jetzt mal ein paar Tage Mühsal und dann Frieden
oder will ich mich ewig quälen und jetzt eine
kurzfristige Befriedigung? Ich werde heute
wieder durchstehen, hoffe ich jedenfalls.
Habe gestern was über die Sucht gelesen. Wenn ich
es richtig verstanden habe, geht das Nikotin in
den Bereich des Hirn der die Lebens- und
Arterhaltenen Funktionen wie - essen also Hunger,
trinken also Durst und Fortpflanzung also Libido
-, steuert. Das Nikotin schnappt sich einen
Teil des Gehirns und vermehrt die Botenstoffe
und Rezeptoren. Jetzt wird dieser Teil der
Rezeptoren so trainiert, als wenn das Nikotin
eine Arterhaltene Sache darstellt. Sinkt also
der Nikotinspiegel so melden sich die
Rezeptoren und ihre Botenstoffe und sagen: du
muß Nikotin zu Dir nehmen, sonst stirbst Du und
die Art kann dadurch aussterben. Weil das so
eine elementare Sache ist, ist das Signal auch
so stark, sprich der Entzug und das umtrainieren
der Rezeptoren wir von existentiell bedrohlichen
Gefühlen begleitet. Ich bin ja ein
aufgeklärter Mensch und glaube nicht, dass
Jungfrauen Kinder von Geistern bekommen. Warum
sollte ich also glauben, ich könnte mich durch
Rauchen fortpflanzten? Ich gestatte meinem Hirn
nicht so ein Quatsch zu produzieren. Ich sehe
das als Angriff auf mein Intellekt. Diese
Rezeptoren sind übrings von der gleichen Struktur
wie die für den Alkohol. Liebe Grüße
Karsten
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