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BNIII
Forum haGalil - Board B:
Bnej Noah: Nicht mehr und nicht weniger...:
BNIII
BN wie ich es sehe. III
Was sagt uns die Geschichte von Noach noch?
Noach baute Wein an, wozu? Die Weisen des
Talmud weisen darauf hin, daß der Ewige ihn gewarnt
hat. Schon der Urmensch Adam ist wegen des
Weines aus den Garten Eden vertrieben worden. Manche
meinen, es war ein Weinstock, von dem Adam die
Frucht nahm, andere gehen von einem Feigenbaum aus.
Gibt es nicht auch Feigenwein? Wir
lesen, daß die Menschen böse waren oder mit heutigen
Worten gesprochen, sie waren verkommen und jede
Ethik war ihnen abhanden gekommen.(fast wie heute,
oder?) Wir erfahren weiter, daß Noach ein
gerechter Mensch zu seiner Zeit war. Was
heißt, zu seiner Zeit? Also, nicht
verglichen mit unserer Zeit. Der Einäugige unter den
Blinden? War er auch nicht ok? Nur die anderen
waren noch viel schlimmer? So wie der alte
Fritz für seine Zeit eine liberale Persönlichkeit
war, mit heute verglichen allerdings ein
reaktionärer Despot war? Was Noach auch
anstellte, welches Verhalten auch g-ttlos war, G-tt
los wurde er darum nicht. Wir lesen:
Aber(also trotzdem?) fand er die Gnade vor dem
Ewigen. Nachdem Noach mit seiner Arche
anlegte, begann er Weinberge zu bebauen.
Nicht Korn oder Früchte, nein Wein. Hatte
Noach also schon vor dem Bau der Arche ein
Alkoholproblem? Noach hatte drei Söhne:
Schem, Cham und Jefet. Wir lesen, daß Noach
sich betrank, sicher nicht das erste mal. Würde er
sich sonst so betrinken, daß er einen
Blackout bekäme? Noach entblößte sich im Rausche und
Cham sah die Blöße seines Vaters und erzählte davon
seinen Brüdern. Was heißt hier die
Blöße seines Vaters? Rashi weist daraufhin,
daß manche sagen, er verstümmelte ihn, er
mißbrauchte ihn(Sanh 70a). Stellen wir
uns diesen Menschen vor, er ist alkoholkrank; er
will nicht trinken, nur schafft er es nicht das
erste Glas stehen zu lassen und wenn er ein
Glas trinkt, kann er nicht mehr aufhören, bevor er
volltrunken ist; er ist Sklave seiner Sucht.
Und jetzt zeigt er Cham seine ganze Blöße. Er sagt
vielleicht: ich kann nicht mehr, ich bin am Ende,
bitte helfe mir.... Und Cham? Er
macht sich lustig, verhöhnt ihn: "Du Schwächling,
mußt Du dich immer besaufen. Kannst Du dich
nicht betrinken wie jeder normale Mensch. Die Leute
reden ja schon über Dich....". Er geht im
Dorf herum und verhöhnt diesen Säufer.
Noach zeigte also die ganze seelische Blöße, dort wo
er am verletzlichsten war. Cham hatte nur Sinn für
die Oberflächlichkeit und verletzte seinen
Vater zutiefst. Seine Brüder Schem und
Jefet, nicht aber Cham, nahmen das Gewand und legten
es beide auf ihre Schulter und bedeckten die
Blöße ihres Vaters. Da haben also zwei
Männer, als sie von der Notlage hörten, einfach
zugepackt, haben etwas auf ihre Schultern
geladen, sie taten etwas, weil sie einfach die
Notwendigkeit zu handeln erkannten, es war die Zeit
der Tat und nicht die Zeit des Redens.
Cham wurde der Stammvater aller Oberfächlichkeiten,
viele nennen es auch Hellenismus. Schem würde der
Stammvater der Menschen, denen innere Schönheit
wichtiger ist als die äußere, ich glaube, das sind
die orthodoxen Juden und die Jefet
Nachkommen wohnen im Hause des Schem. Das sind, so
glaube ich, die aktiven B´nai Noach.
Sind die noachitischen Gebete
nicht erst nach der Sintflut von Bedeutung.Hat dann
nicht auch das siebte schon von Anfang an seinen
Sinn, weil nach der Sintflut der Fleischgenuß
erlaubt war?
Ich verstehe die Fragen nicht
richtig. Kannst Du das noch mal präzisieren?
Gruß Karsten
Lieber Karsten, Du hast die
noachitischen Gebote schon als an Adam und Eva im
Garten Eden gegeben beschrieben. Deshalb musst Du
das das siebte Gbeot wie folgt relativieren:
"Sie waren auch zur Einhaltung der siebenten
Vorschrift verpflichtet, kein Fleisch von einem noch
lebenden Tier zu entnehmen. Da es Ihnen aber zu
dieser Zeit nicht erlaubt war, Fleisch in jeder Form
zu essen, hatte diese Vorschrift keine Relevanz."
Ist es aber nicht so, dass die noachitischen Gebote
Noah und allen Menschen nach ihm nach der Sintflut
gegeben wurden und deshalb das siebte Gebot auch
sofort relevant war. So habe ich es bisher gesehen.
Ist das anders? Mit freundlichen Grüßen Helmut
Lieber Helmut, danke für die
Antwort. Ich hatte da schon mal eine Diskussion.
Ein Teilnehmer schrieb: G-tt schaute die Thora und
erschuf die Welt. Also, zumindest für mich,
existieren alle ethischen und physischen Gesetze
seit immer, schon bevor die physische Welt
erschaffen wurde. Und sie werden auch noch
existieren nach dem unsere Welt nicht mehr als
solche existent ist. Darum wurden sie an die
Menschen übergeben als sie begannen zu existieren.
Die Sintflut ist gerade ausgelöst worden, weil die
Menschen diese Gesetze nicht erfüllt haben.
Liebe Grüße Karsten
   
By Roger
on Freitag, den 16. Februar, 2001 - 10:10:
Edit | Schalom Ich habe da eine
Frage: Was hat der Weinstock im jüdischen für
eine Bedeutung, Symbolik? Ich bin dankbar für
eine Antwort liebe Grüsse Roger
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